Die zu sühnende schuld gegen Goethe

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Hempel, 1860 - Color - 61 pages
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Page 15 - Er hat eine hohe Wahrheit und Biederkeit in seiner Natur und den höchsten Ernst für das Rechte und Gute; darum haben sich Schwätzer und Heuchler und Sophisten in seiner Nähe immer übel befunden.
Page 36 - Augen zu legen, ohne dass er aber weder hier noch in seinen spätern polemischen Schriften auch nur ein einziges Mal bestimmt bezeichnet, worin denn das Ungenügende der Erklärung liegen solle. Er wiederholt nur immer wieder und wieder die Versicherung ihrer gänzlichen Absurdität. Und doch weiss ich nicht, wie Jemand, er möge eine Ansicht über die Farben haben, welche er wolle, läugnen kann, dass die Theorie in sich vollständig consequent ist, dass ihre Annahmen, wenn man sie einmal zugiebt,...
Page 37 - Begabung leidenschaftlich versichern, hier in einigen scheinbar ganz klaren, ganz einfachen Schlüssen sei eine augenfällige Absurdität verborgen. Er sucht und sucht , und da er beim besten Willen keine solche finden kann, nicht einmal einen Schein davon, wird ihm endlich zu Muthe, als wären seine eigenen Gedanken wie festgenagelt.
Page 40 - ... gegründet. Aus dem Dargestellten wird es klar sein, daß allerdings Goethe in seinen verschiedenen naturwissenschaftlichen Arbeiten die gleiche Richtung geistiger Tätigkeit verfolgt hat, daß aber die Aufgaben sehr entgegengesetzter Art waren, und wenn man einsieht, daß gerade dieselbe Eigentümlichkeit, welche ihn in dem einen Felde zu glänzendem Ruhme emportrug, es war, die sein Scheitern in dem ändern bedingte, so wird man vielleicht geneigter werden, den Verdacht gegen die Physiker schwinden...
Page 35 - Sie genügt ihm aber so wenig, daß er dennoch fortwährend bei der Behauptung bleibt, die angegebenen Tatsachen seien geeignet, Jedem, der sie nur ansehe, die gänzliche Unrichtigkeit von Newtons Theorie vor Augen zu legen, ohne daß er aber weder hier noch in seinen spätem polemischen Schriften auch nur ein einziges Mal bestimmt bezeichnet, worin denn das Ungenügende der Erklärung liegen solle.
Page 34 - ... einen sonst ausgezeichneten Mann gelehrt wird, über viele Köpfe seine Gewalt ausübt, und bereits mächtige Männer zur neuen Lehre sich bekennen. Wir haben daher den Kampfplatz selbst mit allem Eifer betreten, auf welchen Herr von Goethe die Anhänger des alten Glaubens herausfordert. Wir haben nicht »jene Sandwellen über die streitigen Gegenstände hingetrieben, und sie damit zugedeckt«, worüber sich der Verfasser beschwert, und womit er ohne Zweifel die beschwerlichen Rechnungen und...
Page 36 - ... verstehe. Und er scheint sich in dieser Meinung nicht getäuscht zu haben, denn als Goethe anfing, auf die betreffenden Erscheinungen aufmerksam zu machen, trat ihm Jeder, der etwas von der Physik wusste, wie er selbst berichtet, unabänderlich mit dieser selben Erklärung aus Newtons Principien sogleich entgegen, die sich also ein Jeder doch auf der Stelle zu bilden im Stande war.
Page 36 - Erörterung darüber einzulassen" (^wohlweislich!), „offenbar in der Meinung, dass die Erklärung davon aus seinen Annahmen sich von selbst verstehe." „Und er scheint sich in dieser Meinung nicht getäuscht zu haben; denn als Goethe anfing, auf die betreffenden Erscheinungen aufmerksam...
Page 45 - Zunge zu lösen, wenn verfügt würde, dass von sämmtlichen physikalischen Lehrern der Gymnasien und Realschulen eine Programmarbeit über das Thema : Vergleichende Untersuchung über den Werth der Newton'schen und der Goethe'schen Farbenlehre, einzureichen sei.
Page 24 - Das Fundament der Newton'schen Theorie erweist sich also als morsch, nichts vermöchte hiernach diese Theorie vor dem Zusammenstürzen zu retten.

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