Dienst-Reglement für die kaiserlich-königliche Kavallerie: 1. Theil

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Kaiserlich-königliche Hof- und Staatsdruckerei, 1860 - 220 pages
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Page vi - Schlachten, in Stürmen, Gefechten und Unternehmungen jeder Art, mit einem Worte, an jedem Orte, zu jeder Zeit und in allen Gelegenheiten tapfer und mannHaft zu streiten, unsere Truppen, Fahnen, Standarten und Geschütze in keinem Falle zu verlassen, uns mit dem Feinde nie in das mindeste...
Page xx - Menschen Tod erfolgte, macht sich des Verbrechens des Mordes schuldig; wenn auch dieser Erfolg nur vermöge der persönlichen Beschaffenheit des Verletzten, oder...
Page xviii - Wenn es bei einer, aus was immer für einer Veranlassung entstandenen, Zusammenrottung durch die Widerspenstigkeit gegen die von der Behörde vorausgegangene Abmahnung und durch die Vereinigung wirklich gewaltsamer Mittel so weit kommt, daß zur Herstellung der Ruhe und Ordnung eine außerordentliche Gewalt angewendet werden muß, so ist Aufruhr vorhanden, und jeder macht sich des Verbrechens schuldig, der an einer solchen Rottierung teilnimmt.
Page xix - Ein Beamter, der bei Verwaltung der Gerechtigkeit, bei Dienstverleihungen, oder bei Entscheidungen über öffentliche Angelegenheiten zwar sein Amt nach Pflicht ausübt, aber, um es auszuüben, ein Geschenk unmittelbar oder mittelbar annimmt, oder sonst sich daher einen Vorteil zuwendet, oder versprechen läßt; ingleichen, welcher dadurch überhaupt bei Führung seiner Amtsgeschäfte sich zu einer Parteilichkeit verleiten läßt...
Page xxi - Art behandelt worden, daß daraus dessen Tod erfolgt ist, soll der Todtschlag an allen Denjenigen, welche zur Tödtung mitgewirkt haben, mit dem Tode durch den Strang bestraft werden. 3. Schwere, wenngleich nicht in mörderischer, aber doch in anderer feindseliger Absicht an einem Menschen verübte körperliche Beschädigungen werden nach Wichtigkeit der Verletzung und der sonstigen Umstände bestraft.
Page 167 - Anspruch auf den Orden gründen nur jene herzhaften Thaten, die jeder Offizier von Ehre ohne den geringsten Vorwurf hätte unterlassen können, die aber dennoch mit ausgezeichneter Klugheit, Tapferkeit und aus selbsteigenem freiwilligen inneren Antriebe unternommen worden sind. Gleichen Anspruch gründen kluge, für den Kriegsdienst ersprießliche Rathschläge, welche Oberoffiziere nicht nur an Hand gegeben, sondern auch mit vorzüglicher Tapferkeit ausführen geholfen haben.
Page xx - Wer gegen einen Menschen, zwar nicht in der Absicht, ihn zu tödten, aber doch in anderer feindseliger Absicht auf eine solche Art handelt, dass daraus eine Gesundheitsstörung oder Berufsunfähigkeit von mindestens 20tägiger Dauer, eine Geisteszerrüttung, oder eine schwere Verletzung desselben erfolgte, macht sich des Verbrechens der schweren körperlichen Beschädigung schuldig.
Page xxi - Wer vorsätzlich in Frenndesland , oder ohne Befehl und ohne hiezu durch die Nothwendigkeit der Vertheidigung im Kriege berechtiget zu sein, in einem feindlichen Lande Fener anlegt, ist nach Beschaffenheit der Umstände, besonders, wenn das Fener ausgebrochen, und dadurch ein Mensch, da es von dem Brandleger vorhergesehen werden konnte, getödtet wird, mit dem Tode durch den Strang zu bestrafen. Nur wenn das Verbrechen unter keinen gefährlichen Umständen begangen wurde, und keinen erheblichen Schaden...
Page xxiv - arischen oder dem besonderen Schutze des Thäters anvertrauten Sachen verübt wurde, oder mit Einbruch oder Einsteigen verbunden war, schärfestens bestraft werden. 2. Ist bei der Plünderung einer Person Gewalt angethan worden, so hat der Schuldige die wider den Raub verhängte Strafe verwirkt. 3. Bei eiureißender Plünderung ist gegen die Schuldigen standrechtlich zu verfahren, und wenn in feindlichen Gelegenheiten dem Verbrechen nur durch ein augenblicklich abschreckendes Beispiel Einhalt gethan...
Page v - Generalen, überhaupt allen unseren Vorgesetzten und Höheren zu gehorchen, dieselben zu ehren und zu beschützen, ihren Geboten und Befehlen in allen Diensten Folge zu leisten, gegen jeden Feind, wer es immer sei, und wo immer es Seiner kaiserlichen und königlichen Majestät Wille erfordern mag, zu...

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