Dienst-Reglement fuer die kaiserlich-koenigliche Infanterie, Volume 1

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Page vi - Schlachten, in Stürmen, Gefechten und Unternehmungen jeder Art, mit einem Worte, an jedem Orte, zu jeder Zeit und in allen Gelegenheiten tapfer und mannHaft zu streiten, unsere Truppen, Fahnen, Standarten und Geschütze in keinem Falle zu verlassen, uns mit dem Feinde nie in das mindeste...
Page xx - Menschen Tod erfolgte, macht sich des Verbrechens des Mordes schuldig; wenn auch dieser Erfolg nur vermöge der persönlichen Beschaffenheit des Verletzten, oder...
Page ix - Ronde oder einem in der Ausübung seines Dienstes begriffenen Gendarme mit tödtlichen Waffen widersetzt , und dieselbe verwundet, oder absichtlich in der Vollziehung eines wichtigen Dienst-Auftrages verhindert, ist in Kriegs- und Friedenszeiten mit dem Tode durch Erschießen zu bestrafen. Auch sind die Wachen ermächtiget, Ieden niederzuschießen, der sie gewaltthätig verletzt und entläuft, oder der in feindesgefährlichen Orten sich verdächtig macht, und auf Anrufen der Wache ohne befriedigende...
Page xix - Ein Beamter, der bei Verwaltung der Gerechtigkeit, bei Dienstverleihungen, oder bei Entscheidungen über öffentliche Angelegenheiten zwar sein Amt nach Pflicht ausübt, aber, um es auszuüben, ein Geschenk unmittelbar oder mittelbar annimmt, oder sonst sich daher einen Vorteil zuwendet, oder versprechen läßt; ingleichen, welcher dadurch überhaupt bei Führung seiner Amtsgeschäfte sich zu einer Parteilichkeit verleiten läßt...
Page xx - Wer gegen einen Menschen, zwar nicht in der Absicht, ihn zu tödten, aber doch in anderer feindseliger Absicht auf eine solche Art handelt, dass daraus eine Gesundheitsstörung oder Berufsunfähigkeit von mindestens 20tägiger Dauer, eine Geisteszerrüttung, oder eine schwere Verletzung desselben erfolgte, macht sich des Verbrechens der schweren körperlichen Beschädigung schuldig.
Page xxi - Art behandelt worden, daß darans dessen Tod erfolgt ist, soll der Todtschlag an allen Denjenigen, welche zur Tödtung mitgewirkt haben, mit dem Tode durch den Strang bestraft werden. 3. Schwere, wenngleich nicht in mörderischer, aber doch in anderer feindseliger Absicht an einem Menschen verübte körperliche Beschädigungen werden nach Wichtigkeit der Verletzung und der sonstigen Umstände bestraft.
Page xxi - Wer vorsätzlich in Frenndesland , oder ohne Befehl und ohne hiezu durch die Nothwendigkeit der Vertheidigung im Kriege berechtiget zu sein, in einem feindlichen Lande Fener anlegt, ist nach Beschaffenheit der Umstände, besonders, wenn das Fener ausgebrochen, und dadurch ein Mensch, da es von dem Brandleger vorhergesehen werden konnte, getödtet wird, mit dem Tode durch den Strang zu bestrafen. Nur wenn das Verbrechen unter keinen gefährlichen Umständen begangen wurde, und keinen erheblichen Schaden...
Page v - Generalen, überhaupt allen unseren Vorgesetzten und Höheren zu gehorchen, dieselben zu ehren und zu beschützen, ihren Geboten und Befehlen in allen Diensten Folge zu leisten, gegen jeden Feind, wer es immer sei, und wo immer es Seiner kaiserlichen und königlichen Majestät Wille erfordern mag, zu...
Page ix - ... Friedenszeiten mit dem Tode durch Erschießen zu bestrafen. Auch sind die Wachen ermächtiget, Ieden niederzuschießen, der sie gewaltthätig verletzt und entläuft, oder der in feindesgefährlichen Orten sich verdächtig macht, und auf Anrufen der Wache ohne befriedigende Antwort die Flucht ergreift, oder der als ein gefährlicher Verbrecher von der Wache ergriffen oder streng verwahrt werden soll, und ohne ihren drohenden Zuruf zu achten, entflieht, sofern kein anderes Mittel zur Auhaltung...
Page vii - Erschießen bestraft, und wenn die That in Reih und Glied oder vor einer versammelten Truppe unter solchen Umständen geschah, daß auf die Gemüther der Uebrigen ein dem Dienste nachtheiliger Eindruck zu besorgen war, standrechtlich behandelt werden.

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