Dittersdorfiana

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Gebrüder Paetel, 1900 - 182 pages
 

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Popular passages

Page 10 - Stande sein wird, ihn zu bilden, als dergleichen freundschaftliche Bemerkungen, wenn anders alle Vorurtheile dabei beseitigt sind. Er wird davon nicht nur den Nutzen haben, sich mancher Schönheit mit sicherer Wirkung bedienen zu können, sondern wird auch lernen, jene Klippen, an welchen dieser und jener Componist gescheitert ist, sorgfältig zu vermeiden.
Page 173 - Quam simul ad duras religatam bracchia cautes vidit Abantiades, — nisi quod levis aura capillos moverat, et tepido manabant lumina fletu, marmoreum ratus esset opus — trahit inscius ignes, et stupet, et visae correptus imagine formae, paene suas quatere est oblitus in aere pennas. ut stetit, 'O' dixit 'non istis digna catenis, sed quibus inter se cupidi junguntur amantes, pande requirenti nomen terraeque tuumque, 680 et cur vincla geras.
Page 44 - Metamorphosen angebracht hat, die der Herr Probst Hermes in seiner Analyse derselben bei jedem Anderen vielleicht für Kindereien erklärt, und nur bei ihm sie nicht dafür hält, so bedanken wir uns dafür. Auch glauben wir, daß ein Mann, der fähig ist, eine fo äußerst abgeschmackte und für die Kunst erniedrigende Kinderei öffentlich zu begehen, gar nicht im Stande ist, in irgend einem Werke der Kunst würdigen Ausdruck zu erreichen...
Page 6 - Composition unterwiesen. Ueber die Art dieses Musikunterrichts macht er nur hin und wieder verstreut kurze Bemerkungen. Sie sind aber bezeichnend genug, um einmal im Zusammenhang betrachtet zu werden. Trani gab ihm zuerst Locatelli'sche Sonaten in die Hand. „So altväterisch diese Sonaten zu jetziger Zeit klingen möchten, so will ich sie doch jedem angehenden Schüler auf der Violine — nicht zum Produciren, sondern zum Ezerciren — bestens empfohlen haben," sagt Ditters hierzu. Und Trani urtheilt...
Page 33 - Vortrag, den er nach dem Vorbild bedeutender italienischer Sänger bildete, und im Finale ließ er seinen virtuosischen Fähigkeiten freien Lauf, so daß die Wiener nachher sagten: „Lolli erregt Erstaunen, Ditters erregt es auch, spielt aber zugleich fürs Herz.
Page 120 - Akt wurden Arien wiederholt, worunter eine von Neefe im Dittersdorfischen Ton war, die er statt einer Bravourarie gesetzt hatte. — Diese Musik des Herrn von Dittersdorf ist nun zwar nichts weniger als Mozartisch. Aber der Ton derselben war für das hiesige Publikum neu ; es ist alles so populär! so faßlich! die Begleitung der Instrumente so abwechselnd, lebhaft und glänzend! Darum wohl gefiel sie auch so. Viel solche Musiken darf man jedoch nicht kurz hintereinander hören, wenn sie Beifall...
Page 44 - Sftäße auch in seinen Metamorphosen angebracht hat, die der Herr Probst Hermes in seiner Analyse derselben...
Page 90 - ... durchgängigen Pizzikato akkompagnierten. Dieses Adagio schien am Ende in einer lugubren Melodie mit einer reichhaltigen Harmonie einzuschlummern, wurde aber von einem feurigen und brillanten Tempo di Minuetto plötzlich aufgeweckt, das von zwölf Alternativen (die man heutzutage sehr mißbräuchlich Trio nennt) aus allen homogenen Tonarten abgewechselt wurde; das zwölfte Alternativ aber wurde von allen elf Konzertstimmen produziert, das ebenfalls mit einer Kadenz, und, nach einem ziemlich abwechselnden...
Page 59 - Herr Ditters ist es. Nun, wir haben wohl immer bei den Symphonieen und Concerten des Herrn Ditters gedacht, was doch der Mann eigentlich für einen Geschmack haben müsse. Hier finden wir, dass es der Geschmack aller Nationen seyn soll. Das klingt vornehm, aber auf der andern Seite ist es gerade so viel als gar keinen Geschmack haben. Vielleicht lernen wir durch die Bemühungen dieses seltsamen Componisten auch noch die chinesische, mongolische, caraibische und überhaupt die Musik der drey andern...
Page 23 - er wußte ja, daß er nicht für Sänger, sondern für Schauspieler schrieb, die es sich sonst kaum hatten einfallen lassen, beim Weine zu singen, und daß sie ihre Kehlen durch Kirchengesänge nicht ausgeschrieen, dafür konnte er auch fo ziemlich sicher fein".

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