Dr. Franz Witt: Gründer und erster generalpräses des Cäcilienvereines : ein Lebensbild : mit dem Bildnisse Dr. Witt's und dem Verzeichnisse seiner Kompositionen

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F. Pustet, 1889 - 262 pages
 

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Page 257 - Und siehe, der Herr ging vorüber und ein großer, starker Wind, der die Berge zerriß und die Felsen zerbrach, vor dem Herrn her; der Herr aber war nicht im Winde. Nach dem Winde aber kam ein Erdbeben; aber der Herr war nicht im Erdbeben. Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer; aber der Herr war nicht im Feuer. Und nach dem Feuer kam ein stilles sanftes Sausen. Da das Elia hörte, verhüllte er sein Antlitz mit seinem Mantel und ging heraus und trat in die Tür der Höhle.
Page 255 - Statt finden kann, so wird es auch, in der Kirche keinen überströmenden geistigen Rausch, und keine, bis zur Vernichtung führende Verzweiflung geben. Wer hier also in voller Freude des Herzens Gott danken und loben will, der wird seinen Dank nicht mit ungebundenem...
Page 255 - Beleidigten; nicht süß und lieblich sein, wie die weltliche Zärtlichkeit; nicht wimmern und klagen, wie die schwache Menschheit, welche sich von Gott und der Welt verlassen glaubt; also nicht pochen, nicht poltern, nicht ästhetisch in allen Formen gesticuliren, nicht verzweiflungsvoll die Hände ringen, ja sogar, wenn er seiner menschlichen Schwäche Grenzen zu setzen weiß, nicht eine einzige Thräne vergießen, auch wenn er über den bittersten Iammer zu klagen hätte.
Page 210 - In betreff Susos haben Clemens und Christian Brentano ein wenig Recht und viel Unrecht. Unrecht, daß sie die Wahrheit bemäntelt wissen wollen; das ist jederzeit die allerschlechteste Politik und jetzt am meisten, ja sogar gefährlich wegen ihrer Unlauterkeit, und ganz unhaltbar überdem. Ich stimme überall für die frische, grüne Wahrheit ohne alle F'urcht.
Page 192 - Vlies, das keines Fürsten Hand Und kein Kapitel um die Brust ihm hängt. Die Überzeugung ist des Kriegers Fahne, Mit der er fallend nie unrühmlich fällt. Der Ärmste selbst, verloren in der Masse, Erwirbt durch Überzeugung sich den Adel, Ein Wappen, das er selbst zerbricht und schändet, Wenn er zum Lügner seiner Meinung wird. Mag auch mir raunen eine Stimm...
Page 207 - Blüth' und Duft Geschwellt die Luft, Voll aller Wonnen Nie ersonnen, Ein Garten lud mich ein Gast ihm zu sein.
Page 255 - ... Jammer auflösen könnte, der wird in der Kirche vor Gottes Augen wieder getrost werden, nicht die Hände ringen, nicht ächzend und jammernd hin und her laufen, sondern durch den Glauben an einen nahen Gott aufgerichtet, in Geduld und Ergebung den Himmel zum theilnehmenden Zeugen seines Kummers machen.
Page 137 - Summend, singend, rein verklingend, Süß ersterbend kommt der Ton, Luft und Welle führen schwingend Seinen letzten Hauch davon. Und die Rechte senkt das Ruder, Im Gebet erschweigt das Herz, Und mir ist, als trügen Engel Eine Seele himmelwärts.
Page 255 - Tonkünstler seyn, wenn sie in der Kirche zu ihrem Zweck dienen, und nicht blos das Kirchengebäude als den Ort behandeln wollen, wo sich alles hören lassen kann, was auf diese, oder jene Art den Ohren schmeichelt.
Page 255 - W'elt in Verbindung bringt, wo gemeiner Frohsinn, zerstörende Leidenschaften und verzehrender Kummer keinen Platz mehr finden werden ? Ein Priester auf der Kanzel soll also nicht jubeln, wie ein Herold, welcher...

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