Dr. Wilh. Junkers Reisen in Afrika, 1875-1886 ...: nach seinen tagebüchern unter der mitwirkung, Volume 2

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Popular passages

Page 557 - An jedem Freitag sah man ihn nach der Moschee gehen, wo er die vorgeschriebenen Gebete sprach. In seiner Haltung wie in seinen Bewegungen drückt sich eine beabsichtigte, stets kontrollirte Gemessenheit aus, welche berechnet ist, würdevoll und selbstbewusst zu erscheinen.
Page 360 - Wenn die siculischen Früchte der CereS, durch die Cultur über die nördliche Erde verbreitet, einförmige, weitgedehnte GraSfluren bildend, wenig den Anblick der Natur verschönern; so vervielfacht dagegen der sich ansiedelnde Tropenbewohner durch Pisang-Pflanzungen eine der herrlichsten und edelsten Gestalten.
Page 128 - Der Berg von Kassala, der für Menschen als absolut unersteigbar betrachtet werden mag", berichtete Schweinfurth schon 1865 (S. 409), „. . . ist nach dem, was ich von Bergformen wahrgenommen habe, ohne Gleichen auf der Welt. Riesige, buchstäblich abgewaschene, dh durch die Regen, zu glatten Kuppen abgespülte Granitmassen starren senkrecht, mit 1000 Fuß hohen Wänden abstürzend, in die Höhe.
Page 557 - Augen, welche durch die starken Krystallgläser der Brille beobachtend hervorschauen. Seine starke Kurzsichtigkeit zwingt ihn zur Anstrengung und Konzentrirung seines Sehvermögens auf die vor ihm befindliche Person, was seinem Blick einen harten, mitunter scheinbar lauernden Ausdruck verleiht. Der auch malerisch interessante Kopf, in welchem sich unverkennbar eine bedeutende Intelligenz ausspricht...
Page 459 - Heuglin berichtet, in den Jahren 1857 bis 1859 mehrere Hundert Berberiner als Sklaven- und Ochsenjäger unterhalten, diese nur mit Sklaven bezahlt. Alles im weiten Umkreise seiner Behausung geraubt, gesengt, gebrannt, was sich ihm zur Wehr setzte niedergeschossen und Greuel aller Art verübt. Unter Anderem erzählt man, er habe einen berberinischen Diener, den er bei einer Lieblingssklavin gefunden, an einen mit...
Page 39 - ... werden von den Christen des Klosters besucht; hier ist auch der Brief, welchen 'Amr Ben el-'Asi den Mönchen von Wädi Habib schrieb über das Einsammeln (des Zehntens) in den Ländern der Nordseile, wie mir Jemand berichtet hat, dem es von einem erzählt war, welcher ihn dort gesehen hatte. Abu Macär der ältere, di Macarius, nahm das Mönchsleben von Antonius an, welcher der erste war, der unter ihnen die Kutte und den Aschkim *) trug, dieses ist ein Riemen von Leder, woran ein Crucifix hängt,...
Page 557 - ... Konzentrirung seines Sehvermögens auf die vor ihm befindliche Person, was seinem Blick einen harten, mitunter scheinbar lauernden Ausdruck verleiht. Der auch malerisch interessante Kopf, in welchem sich unverkennbar eine bedeutende Intelligenz ausspricht, lässt in Nichts den Deutschen vermuthen; das unleugbar orientalische Gepräge desselben erleichterte Dr.
Page 439 - Reichgekleidete Sklaven meldeten die Besucher an, und eigene Räumlichkeiten mit von Teppichen bedeckten Diwanen an den Wänden waren daselbst als Wartezimmer hergerichtet. Den Gästen wurde Kaffee, Tschibuk und Scherbet serviert. Gefangene Löwen, an schweren Ketten befestigt, erhöhten den fürstlichen Pomp dieser Hofräume. Hinter einem...
Page 38 - Gegend von el-Boheira und el-Fajjüm liegt, wo Sandflächen mit Salzboden , wasserarme Felder und gefährliche Felsen abwechseln. Die Bewohner nahmen ihr Trinkwasser aus Cisternen und die Christen brachten ihnen Geschenke und Almosen. In der jetzigen Zeit sind sie ganz 1) Mit dieser Lesart stimmt das Verzeichnis...
Page 360 - Wenn die fikulischen früchte der Ceres, durch die Kultur über die nördliche Erde verbreitet, einförmige, weitgedehnte Grasfluren bildend, wenig den Anblick der Natur verschönern, fo vervielfacht dagegen der fich anfiedelnde Tropenbewohner durch Pifang-Pflanzungen eine der herrlichsten und edelsten Gestalten.

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