E-Mail, Chat und SMS: Ein kurzer Überblick über moderne Kommunikationsformen

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GRIN Verlag, 2007 - 64 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: 1,5, Padagogische Hochschule Freiburg im Breisgau (Deutsche Sprache und Literatur), Veranstaltung: Textlinguistik, 8 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Mai 2001 gab es in Deutschland 24,62 Millionen Online-Nutzer, das waren 28,1% aller Haushalte. Das Versenden von privaten E-Mails steht bei den Onlineaktivitaten mit 52% an erster Stelle (zum Vergleich: Berufliche E-Mails machen lediglich 27% aus.)2. Diese Zahlen verdeutlichen, dass man die neuen Formen der Kommunikation nicht mehr als Randphanomene ansehen kann. Auch das Knupfen von Liebesbeziehungen in Chatraumen war anfangs heftig diskutiert worden, wahrend es sich heute, zumindest in den Medien, als Normalitat etabliert hat. Man muss also davon ausgehen, dass die Kommunikation per E-Mail und Chat mittlerweile in die Lebensrealitat der Menschen fest integriert ist. Auch das Versenden von SMS mit dem Handy (aber auch uber das Internet) ist mittlerweile nicht mehr aus der Kommunikationspraxis der Menschen wegzudenken. Allerdings mochte ich die so genannten Kurzmitteilungen gesondert betrachten, da sie einerseits in der Literatur kaum Beachtung finden. Andererseits schaffen die technischen Voraussetzungen der Mobiltelefone ganz andere Grundlagen fur Sprache und Kommunikation, als dies bei den E-Mails oder beim Chat der Fall ist. Die beiden Letztgenannten werden in der Literatur vor allem ganzlich neue sprachliche Phanomene und eine grosse Kreativitat zugeschrieben. Ausserdem ordnet man diese Kommunikationsformen auf einer Achse zwischen gesprochener und geschriebener Sprache ein, wobei vor allem der Chat stark zum Mundlichen zu tendieren scheint. Bei der E-Mail drangt sich vor allem der Vergleich zum traditionellen Brief immer wieder auf! Diese Parallelen werden auch in der Untersuchung Sprache und Kommunikation im Internet" von Jens Runkehl, Peter Schlobinski und Torsten Siever3 gezogen. In den ersten beiden
 

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Page 7 - Mit der Wahl des Pseudonyms wird eine Anonymisierung der eigenen sozialen und personalen Identität vollzogen, die es Teilnehmern ermöglicht, »frei mit sozialen Normen, Konstitutionen und Sanktionen [zu] experimentieren. Die Maskierung ermöglicht den Benutzern Abenteuer, die sie im Alltag nie eingehen würden
Page 2 - Scanlon drückten es fast schon poetisch aus: „a cross between a conversation and a letter, email is as fast as a telegram and as cheap as a whisper"*.
Page 2 - Homer: What's an e-mail? Lenny: It's a Computer thing, like, er, an electric letter. Carl: Or a quiet phone call.
Page 6 - Es konstituiert sich in E-mails eine neue Form von Dialogizität und sprachlicher Kreativität, die sich an mündlichen Kommunikationssituationen zu orientieren scheint und sich damit nochmalig von den Texttypen und -strukturen anderer Formen technisierter Kommunikation unterscheidet.
Page 6 - Natürlich führt das neue technische Medium zu spezifischen Schreibpraxen wie der Verwendung von Bigraphen und tastaturbedingten graphostilistischen Mitteln. Solche medial bedingten Ausprägungen können wir in der Entwicklungsgeschichte der Schrift immer wieder beobachten: Die chinesischen Bronzeinschriften weisen gegenüber den Orakelknocheninschriften Unterschiede auf, die sich aus dem neuen Material und dessen Bearbeitung erklären.
Page 11 - Chat-Kommunikation. Sprache, Interaktion, Sozialität & Identität in synchroner computervermittelter Kommunikation. Perspektiven auf ein interdisziplinäres Forschungsfeld, Stuttgart, 227-254 /INT /POLD /UNT 58026 DIEKMANNSHENKE, Hajo 2002: Unterhaltung contra Information?
Page 3 - Man nimmt (vielfach) Bezug auf ein vorangegangenes Schreiben. Ein spezielles intertextuelles Muster ergibt sich jedoch aus der Möglichkeit, dass die in der Maske vorgegebene SubjectBenennung einerseits auf eine vorhergehende Subject-Bezeichnung Bezug nehmen und sich andeVgl.
Page 4 - Botschaften eine sehr viel höhere Toleranz gegenüber orthographischen Fehlern auf. [...] Die Fehler werden als Ausdruck schnellen, flüchtigen Schreibens wahrgenommen...
Page 15 - Dies ist insofern bemerkenswert, als es daraufhinweist, dass selten so viele und vor allem so junge Menschen so viel geschrieben haben wie heute.
Page 11 - Vgl. Runkehl, Jens, Schlobinski, Peter, Siever, Torsten: Sprache und Kommunikation im Internet. Opladen/ Wiesbaden: Westdeutscher Verlag 1998, S.

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