E.T.A. Hoffmanns „Fräulein von Scuderi“ - Eine literaturwissenschaftliche Analyse

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GRIN Verlag, Aug 28, 2008 - Literary Criticism - 5 pages
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Essay aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, , 8 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: E.T.A. Hoffmanns literarische Produktion umfasst die Zeitspanne von 1809 bis 1822. Es finden sich trotz dieser Kürze Versuche, sein Werk nach chronologischen Gesichtspunkten zu unterteilen, vorzugsweise in ein Früh-, mittleres und Spätwerk. In der ersten schriftstellerischen Produktion thematisiert das Werk Hoffmanns vornehmlich mit sexualmedizinisch-psychologischen (vor allem: Mesmerismus und Magnetismus als die die damalige Zeit beherrschenden Themen), christlich-religiösen, medizinisch-juristischen, kognitionstheoretischen sowie kunstreflexiv-ästhetischen Themengebieten. Wie ersichtlich, ist zu einer literaturwissenschaftlichen Tätigkeit neben einem sorgfältigen Primärquellenstudium die Analyse der zeitgenössischen physiologisch-psychologischen, juristischen, erkenntnistheoretischen und ästhetisch-philosophischen Diskurse erforderlich. In diesem Aufsatz wird ein Ausschnitt des mittleren Werks von Hoffmann analysiert, nämlich das bekannte Werk „Das Fräulein von Scuderi. In den Serapions-Brüdern werden die literarischen Texte von einem Rahmengespräch umrahmt. Rahmengespräch und Erzählungen können die folgenden Themenkomplexe zugeordnet werden: Zurechnung vs. Wahnsinn, Psychologie, Subjektivismus, Staatstheorie, Soziologie, Jura, Bildungs-, Gesellschafts- und Sozialpolitik sowie Ästhetik. Zentral ist die nicht zuletzt erkenntnistheoretische Denkfigur der Duplizität der Ereignisse, kurz das serapiontische Prinzip. Neben einer literaturwissenschaftlichen Tätigkeit, also dem sorgfältigen Primärquellenstudium, sollte folglich die Analyse unterschiedlicher zeitgenössischer Diskurse erforderlich sein. Schwerpunkte bilden dabei die Medizin, Erkenntnistheorie und Ästhetik. Ergänzt werden diese Überlegungen durch die Einbeziehung von Fragen über die Programmatik der Spätromantik und die Interaktion von Form und Inhalt. Dieser kurze Aufsatz folgt eher konventionellen literaturwissenschaftlichen Analysen.
 

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