Editionswissenschaft und "critique génétique": Vergleich und Diskussion der deutschen und französischen Forschungsrichtung

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GRIN Verlag, 2011 - 32 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,7, Rheinisch-Westfalische Technische Hochschule Aachen (Germanistisches Institut), Veranstaltung: Textgenese, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: Insgesamt 25 Seiten. Davon 19 Seiten Flietext. Das Literaturverzeichnis enthalt 30 Quellen., Abstract: 1. Einleitung "Wenn ein Autor behauptet, er habe im Rausch der Inspiration geschrieben, lugt er. Genie ist zehn Prozent Inspiration und neunzig Prozent Transpiration." Dieses Zitat von Umberto Eco verdeutlicht einen Umschwung bei der Betrachtung literarischer Werke, der bereits im 18. Jahrhundert begann. Das Schaffen eines Textes ist nicht mehr zuruckzufuhren auf eine einzigartige, geniale Inspiration des Autors, sondern vor allem auf lange, detaillierte Arbeit am Text. So ist es nicht verwunderlich, dass sich das Interesse der Rezipienten, aber noch mehr der Literaturwissenschaft auch auf eben diese Arbeit richtet: auf die Entwicklung eines Textes bis zur endgultigen Fassung sowie die Vorgehensweise des Autors wahrend des Schaffensprozesses. Die Analyse von Handschriften und Vorstufen literarischer Texte kann viele interessante Fragen beantworten, Verstandnishilfe schaffen und Vorraussetzungen fur weitere Forschungen geben. So ist es zu beobachten, dass sich in verschiedenen Landern verschiedene Methoden zur Untersuchung der Textgenese entwickelt haben, mit ebenso verschiedenen Leitmotiven und Zielen. Dies sind alles Grunde, weswegen eine nahere Beschaftigung mit dieser Thematik lohnenswert erscheint. Diese Arbeit behandelt nun die deutsche Editionswissenschaft sowie die franzosische "critique genetique." Die beiden Stromungen bieten sich sehr gut fur einen Vergleich an, da sie in vielen Punkten miteinander Verbunden sind, sowohl inhaltlich als auch geschichtlich. Es sollen nun beide Forschungsrichtungen zuerst hinsichtlich ihrer Historie und Entwicklung vorgestellt werden um in die Thematik einzuleiten und ein ausreichende
 

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altphilologische Annäherung Ästhetik Aufgaben des Editors Ausgaben neuerer deutscher Autor avant-texte Backmann beantworten Beck’sche Verlangsbuchhandlung 1971 beiden Forschungsrichtungen Beißner Bellemin-Noel C. H. Beck’sche Verlangsbuchhandlung Cahiers de textologie dargestellt deutsche Editionswissenschaft deutsche Philologie diplomatische Transkription Diskussion der deutschen dossier génétique Edition und Interpretation Editionstechnik Editionstypen Editionswissenschaft und critique entsprechender Seitenangabe entwickeln Entwicklung beider Strömungen erst Euphorion Folgenden zitiert Frage französische critique génétique französischen Textgenetiker Gellhaus 1994b Gemeinsamkeiten genetische Apparat Georg Witkowski germanistischen Grenzen Grésillon 1999 Gunter Martens historisch-kritischen Ausgabe hrsg Hypertextes Konsens l’édition génétique literarischer Texte literarischer Werke Literaturwissenschaft Manfred mediävistischer möglichst München neuere Texte neugermanistischer Edition Niemeyer originalen Materialien Plachta Platzgründen Probleme ihrer Edition Prozess Rezipienten Schaffensprozesses Schreibens Schreibprozess sowie Textanalyse Textdynamik Texte und Varianten Textentstehung texterschließenden Textgenetiker müssen Textgrundlage Textkritik theorie de l’énonciation Transkription und Faksimile Unterschiede beider Strömungen Vergleich und Diskussion verschiedenen viel eher Windfuhr Wissenschaft Zeitschrift für deutsche Zeller Ziel der critique Zielsetzung und Arbeitsweise

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