Effekte von Stress auf Stimme und Sprechen: Eine phonetische Untersuchung auf der Grundlage ausgewählter akustischer und sprechdynamischer Parameter unter Berücksichtigung verschiedener Stressklassen

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Books on Demand, 2010 - 162 pages
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Stress in Stimme und Rede eines Menschen festzustellen, erscheint zunächst jedem Laien nachvollziehbar. In der alltäglichen Zuhörsituation, sei es in einem Gespräch, während des Betrachtens eines Kinofilms oder im Rahmen eines Vortrags, scheint es intuitiv aufzufallen, wenn der Sprecher gestresst ist. Dem intuitiven Zugang zum Stress steht eine umfangreiche, in ihren Erkenntnissen und Vorgehensweisen stark heterogene Forschungslage gegenüber. Diese Diskrepanz basiert auf verschiedenen Faktoren. Durch den vermeintlich intuitiven Zugang zum Stress fehlte über lange Zeit die Motivation, eine allgemeingültige Definition von Stress zu entwickeln und anzuwenden, welche über die jeweilige Einzelstqqqudie hinaus Gültigkeit besaß. Zudem ist dieses Themenfeld für eine Vielzahl von Disziplinen, von den Ingenieurwissenschaften, über die Psychologie bis zu der Linguistik, von Interesse. Das führte insofern zu einer gewissen Problematik, als sich bei dieser Ausgangssituation die verschiedenen wissenschaftlichen Fachgebiete dem Phänomen von "Stress in Sprache" zumeist mit sehr spezifischen Erkenntniszielen näherten.Die vorliegende Arbeit versucht, dieser Tendenz durch eine schärfere Fassung des Begriffes "Stress" entgegenzuwirken. Zu diesem Zweck wird eine Einteilung in Stressklassen und -arten vorgenommen, welche eine Neubetrachtung der Aussagekraft stimmlich-sprachlicher Parameter als Indikatoren von Stress erforderlich macht. Zentral ist dabei die Frage nach der Zuverlässigkeit und auch Zulässigkeit von stimmlich-sprachlichen Parametern als Indikatoren von Stress. Dieser wird anhand experimenteller Daten sowie deren Auswertung nachgegangen.

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