Effi Briest

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GRIN Verlag, 2009 - 348 pages
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Klassiker aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Sprache: Deutsch, Abstract: In Front des schon seit Kurfurst Georg Wilhelm von der Familie von Briest bewohnten Herrenhauses zu Hohen-Cremmen fiel heller Sonnenschein auf die mittagsstille Dorfstrasse, wahrend nach der Park- und Gartenseite hin ein rechtwinklig angebauter Seitenflugel einen breiten Schatten erst auf einen weiss und grun quadrierten Fliesengang und dann uber diesen hinaus auf ein grosses, in seiner Mitte mit einer Sonnenuhr und an seinem Rande mit Canna indica und Rhabarberstauden besetzten Rondell warf. Einige zwanzig Schritte weiter, in Richtung und Lage genau dem Seitenflugel entsprechend, lief eine ganz in kleinblattrigem Efeu stehende, nur an einer Stelle von einer kleinen weissgestrichenen Eisentur unterbrochene Kirchhofsmauer, hinter der der Hohen-Cremmener Schindelturm mit seinem blitzenden, weil neuerdings erst wieder vergoldeten Wetterhahn aufragte. Fronthaus, Seitenflugel und Kirchhofsmauer bildeten ein einen kleinen Ziergarten umschliessendes Hufeisen, an dessen offener Seite man eines Teiches mit Wassersteg und angekettetem Boot und dicht daneben einer Schaukel gewahr wurde, deren horizontal gelegtes Brett zu Haupten und Fussen an je zwei Stricken hing - die Pfosten der Balkenlage schon etwas schief stehend. Zwischen Teich und Rondell aber und die Schaukel halb versteckend standen ein paar machtige alte Platanen. Auch die Front des Herrenhauses - eine mit Aloekubeln und ein paar Gartenstuhlen besetzte Rampe - gewahrte bei bewolktem Himmel einen angenehmen und zugleich allerlei Zerstreuung bietenden Aufenthalt; an Tagen aber, wo die Sonne niederbrannte, wurde die Gartenseite ganz entschieden bevorzugt, besonders von Frau und Tochter des Hauses, die denn auch heute wieder auf dem im vollen Schatten liegenden Fliesengange sassen, in ihrem Rucken ein paar offene, von wildem Wein umrankte Fenster, neben sich eine vorspringende kleine Treppe, deren vier Steinstufen"
 

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Contents

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Section 30
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Section 31
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319
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326
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About the author (2009)

Fontane was born in Neuruppin, thirty miles northwest of Berlin. Although he received recognition relatively late in life, he is now thought of as the greatest German novelist between Goethe and Thomas Mann.

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