Eigennamen und Definitheit

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Walter de Gruyter, Jan 1, 2005 - Language Arts & Disciplines - 252 pages
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In dieser Studie wird eine syntaktische und semantische Eigennamentheorie vorgeschlagen, die zum einen die Distribution des definiten Artikels bei Eigennamen sowie dessen Verhältnis zu Gattungsnamen beschreiben und erklären kann. Die Argumentation bewegt sich auf drei verschiedenen Ebenen: In Bezug auf die referenzielle Ebene werden hauptsächlich sprachphilosophische (Frege, Russell und Kripke), aber auch linguistische Ansätze diskutiert (u.a. Haas-Spohn, von Heusinger). In Verbindung mit der referenziellen Ebene wird ein semantisches Modell vorgeschlagen, das im Wesentlichen auf von Heusingers Salienztheorie beruht: Eine zentrale Annahme besteht darin, dass Eigennamen -- anders als etwa in Kripkes Kausaltheorie -- semantisch gesehen eine komplexe Struktur aufweisen, indem sie als kontextunabhängige Ausdrücke zu analysieren sind. Auf der Basis der semantischen Analyse wird eine syntaktische Analyse dargelegt, die -- auf Grewendorf und Sternefeld aufbauend -- im Rahmen des minimalistischen Programms formuliert wird: In Verbindung mit der DP-Hypothese werden Eigennamen als inhärent definit aufgefasst, das heißt, Eigennamen weisen das Merkmal [+definit] auf. Ein wichtiges Ziel besteht zudem darin, die semantische und syntaktische Ebene miteinander zu verbinden.

 

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Contents

54 Eigennamen mit nachgestelltem Attribut
120
55 Vererbte Probleme
122
56 Fazit
130
6 Eigennamen als kontextabhängige Ausdrücke
132
61 Die Gebrauchsarten des definiten Artikels
133
62 Die Salienztheorie
150
63 Eigennamen und Indexikalität
160
64 Eigennamen und Salienz
171

23 Definite Kennzeichnungen als quantifizierte Ausdrücke
27
24 Logische vs natürlichsprachliche Eigennamen
37
25 Eigennamen als starre Kennzeichnungen
53
3 Das syntaktische Verhalten von Eigennamen
63
Eigennamen als referierende Ausdrücke
69
33 Fazit
77
4 Eigennamen und die DPHypothese
78
42 Longobardi 1994 2003
88
43 Die Übertragung aufs Deutsche
100
44 Fazit
105
5 Probleme mit dem semantischen Hintergrund
107
52 Anaphorische Verwendung
113
53 Die These eines expletiven Artikels
114
65 Syntax der Eigennamen
190
66 Fazit
202
7 Ausblick
203
72 Semantischer Wechsel
211
73 Deskriptiver Gehalt
215
74 Zwei Formen des Artikels
221
75 Der expletive Artikel
223
76 Modifikation mit einem attributiven Adjektiv
228
77 Anaphorische Verwendbarkeit
231
78 Zusammenfassung
233
8 Literatur
235
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