Eigennutz als reziproke Bedingung zwischenmenschlicher Beziehungen des Mannes in Elfriede Jelineks 'Die Liebhaberinnen'

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GRIN Verlag, 2010 - 28 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Universitat Trier, Sprache: Deutsch, Abstract: Gesellschaftliche Vorstellungen von Liebe, Ehe und Familiengluck tragen haufig romantisierende Zuge: Die Suche nach dem Gentleman, der Traumfrau oder der glucklichen Partnerschaft zwischen Mann und Frau und einer Familie, welche letztlich die endgultige seelische Befriedigung liefern soll, stellt einen zentralen Kern gesellschaftlicher Sehnsuchtsvorstellungen dar. Haufig bleiben diese jedoch lediglich Wunschvorstellungen, die nie erreicht werden konnen und die enttauschende Realitat verschleiern. Sinnbild fur diese falschen Vorstellungen von Liebe und Gluck stellt der Roman "Die Liebhaberinnen" von Elfriede Jelinek dar. Der Titel weckt Erwartungen, welche jedoch nicht erfullt werden: Der Leser wurde eine Liebesgeschichte mehrerer Frauen erwarten, erotisch untermalt und von positiven Emotionen erfullt. Er wird jedoch in eine Welt hi-neinversetzt, welche die Realitat mit ungeschminkten Wahrheiten darstellt und jeden Glauben an die Vorstellung von wahrer, glucklicher Liebe und zartlicher gegenseitiger Zuneigung im Ansatz zerstort. Es wird der Kampf zweier Frauen geschildert, die durch die Ehe mit einem Mann, welchen sie in ihrer individuellen Situation als die beste Wahl zum Erreichen eines hoheren sozialen Status betrachten, ihre Ziele verwirklichen wollen. ... Im Folgenden soll versucht werden, diese Instrumentalisierung der Mitmenschen, insbe-sondere des anderen Geschlechts, aus Sicht des Mannes darzustellen, um zu beweisen, dass die Autorin keine einseitigen Schuldzuweisungen tatigt: Wie wird der Mann ausgenutzt und wie nutzt er selbst aus, welche Rolle spielen hierbei insbesondere die Ehefrauen und seine Familie? Hierzu sollen die beiden wichtigsten mannlichen Personlichkeiten im Roman, Heinz und Erich, charakterisiert werden. Es soll dargestellt werden, inwiefern sie ihre geschlechtlichen Bedurfnisse und ihre Aggressio
 

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