"ein magt gein triuwen wol gelobt": Zur Figur der surziere Cundry in Wolfram von Eschenbachs "Parzival"

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GRIN Verlag, 2008 - 52 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Germanistik - Altere Deutsche Literatur, Mediavistik, Note: 1,3, Universitat Siegen, Veranstaltung: Grenzgangerinnen: Die Peripherien hofischer Welt in der epischen Literatur des hohen Mittelalters, 19 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Wolfram von Eschenbachs Roman Parzival" enthalt eine Fulle schillernder Personlichkeiten und Figurenkonzeptionen. Eine der vielleicht Exotischsten ist die Figur der surziere Cundry. Unverhofft taucht sie im sechsten Buch des Romans auf, verflucht den Helden Parzival und verschwindet nach ihrem kurzen Auftritt fur lange Zeit. Erst im elften Buch er-scheint sie wieder personlich, bittet Parzival um Vergebung und spricht dessen Berufung zum Gralskonig aus. In der Zwischenzeit erfahrt der Leser, dass sie die Klausnerin Sigune mit Nahrung versorgt, Kontakt zu den eingeschlossenen Frauen auf Schastel marveile halt und wir erfahren durch ihren Bruder Malcreature von ihrer Herkunft. All dies wurde Cundry vielleicht noch nicht zur aussergewohnlichen Frauenfigur ma-chen. Das Besondere an ihr ist ihre aussergewohnliche Hasslichkeit, ihr Ausseres, das halb aus Mensch, halb aus Tier besteht und die Art ihres rabiaten Auftretens, das schlichtweg nicht zu einer Frau von Stand zu passen scheint. Eben diese Exotik ist es, welche die Forschung zu ausfuhrlichen Spekulationen und Interpretationen bezuglich ihrer Funktion im Parzival" gereizt hat. Unter Literaturwissenschaftlern umstritten, kommen ihr die unterschiedlichsten Namen und Attribute zu. Joachim Bumke bezeichnet sie als Gralsbotin." Diesen Titel greift Ralph Breyer auf, diskutiert, ob er ihr ohne weiteres zusteht, und kommt zu dem Schluss, dass die Figur bei ihrem ersten, spektakularen Auftritt weniger, beim zweiten mehr als eine Botin" ist. Fur Helmut Brall ist sie das Zerrbild einer Frau," eine zoologisch gemilderte Inkarnation des kosmologischen Alptraums" Herzeloydes, gar eine von mannlichen Triebw

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