Ein Mann zwischen zwei Frauen: Die Dreieckskonstellation in Judith Hermanns Kurzgeschichte "Sonja"

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GRIN Verlag, 2010 - 28 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Literaturwissenschaft - Moderne Literatur, Note: 1,0, Universitat Mannheim, Veranstaltung: Neuere Deutsche Literaturwissenschaft II, Sprache: Deutsch, Abstract: 1. Die Faszination Sonja Das alte Motiv der Dreiecksbeziehung - hier ein Mann zwischen zwei Frauen - sticht besonders heraus und die Frage, warum der Erzahler seine Entscheidung fur die eine und gegen die andere Frau trifft, stellt sich. Um dieses naher zu beleuchten, werden im Folgenden zunachst die Beziehungen der einzelnen Frauen zum anonymen Ich-Erzahler textanalytisch analysiert und interpretiert. Anschlieend findet eine Einordnung der Rollen aller drei Beteiligten statt, bevor auf den Ausgang der Kurzgeschichte sowie die damit einhergehende Situation des Erzahlers eingegangen wird. Das abschlieende Fazit beschaftigt sich deutend mit dem Ausgang der Erzahlung. 2. Die Dreieckskonstellation 2.1 Sonja "Sie war uberhaupt nicht schon. Sie war in diesem ersten Moment alles andere als schon [...]." Es ist nicht ihr Aueres, sondern ihre Art, ihn zu faszinieren, die den Ich-Erzahler ab der ersten Begegnung an die Protagonistin Sonja bindet. Sie treffend zu charakterisieren, gelingt ihm jedoch nicht. Bevor die erste Begegnung zwischen beiden geschildert wird, versucht der Ich-Erzahler retroperspektiv, seine Sicht auf Sonja zu artikulieren. Dass diese Beschreibung in keiner Weise seine tatsachliche Beziehung zu der jungen Frau widerspiegelt, wird im weiteren Verlauf schnell deutlich. 2.2 Verena Die zweite Frau im Leben des Erzahlers "[hat] einen Kirschmund und rabenschwarzes Haar" - Verena. Das schneewittchenhafte Erscheinungsbild der Lebensgefahrtin ist kontrar zur Beschreibung Sonjas durch den Ich-Erzahler. Durch die mehrfache Erwahnung ihres Mundes wird das Motiv des korperlichen Begehrens zwischen beiden deutlich. 2.3 Der Mann zwischen zwei Frauen Nicht nur die Beziehungen, welche der Ich-Erzahler mit beiden Frauen fuhrt, gestalten sich grundverschieden, sowo
 

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