Ein Portrait der Beat Generation als Wegbereiter der Psychedelic Bewegung

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GRIN Verlag, Oct 20, 2008 - Music - 17 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Musikwissenschaft, Note: 1,0, Universität Paderborn (Fakultät für Kulturwissenschaften), Veranstaltung: Psychedelic Rock, 10 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: „Nehmen sie die Säume und Gewänder hoch, meine Damen, wir gehen durch die Hölle“. Als man Allen Ginsberg am 13. Oktober 1955 mit diesen Worten auf die Bühne der Six Gallery in San Francisco bat, ahnte wohl kaum jemand, dass der unscheinbare junge Mann zur Schlüsselfigur einer Gegenkultur zum kleinbürgerlichen Nachkriegsamerika avancieren würde. In der historischen Aufbereitung des Zeitgeschehens markiert die Lesung, insbesondere Ginsbergs Gedicht „Howl“, den Anfangspunkt für die öffentliche Wahrnehmung der Beat Generation. Als erste moderne Protestkultur zieht sich der Einfluss der Beat Bewegung durch alle nachkommenden alternativen und gesellschaftskritischen Kulturentwicklungen und ist überdies der direkte Wegbereiter für die Psychedelic-Szene. Dabei war gerade die Literatur das Zugpferd der Beat Mythologie, zu deren Vordenkern neben Ginsberg auch die Autoren William S. Burroughs und Jack Kerouac gehören. Die vorliegende Arbeit evaluiert den kulturhistorischen Zusammenhang zwischen der Beat-Literatur, dem damit verbundenen Lebensgefühl und den „spirituellen Kindern“ der Beats, am Beispiel der Psychedelic- Bewegung. Dabei soll eine Perspektive entworfen werden, die sowohl direkte als auch indirekte Verbindungslinien zwischen der literarischen Tradition des Beats einerseits- und der psychedelischen Musik seit Anfang der 60er Jahre andererseits – offen legt. Neben persönlichen Beziehungen zwischen Autoren und Musikern, werden ferner auch formästhetische Parallelen zwischen den beiden Kunstformen Gegenstand der Analyse sein. Musik- und literaturwissenschaftliche Fachpublikation werden ebenso als Wissensfundus Verwendung finden, wie die bislang gehörten Vorträge im Seminar. Die soziale Verflechtung wichtiger Künstler, Selbsterfahrung durch Drogen, transatlantische Austauschprozesse, aber auch die Eigentümlichkeit lokaler Szenen – all dies wurde von den Referenten diskutiert. Dabei ist durch die Betrachtung der Einzelphänomene auch ein erkenntnistheoretischer Mehrwert gewachsen, man denke nur and die bisweilen unerwarteten Beziehungen zwischen einzelnen Zeitfiguren. Obschon sich die Psychedelic-Bewegung sicher nicht als autarke Jugendkultur typisieren lässt, repräsentiert sie doch einen speziellen Kunst- und Lebensstil, der weitaus facettenreicher ist, als es das angestaubte Klischee vom allzeit „zugedröhnten“ Hippie es suggerieren mag.
 

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