Ein rhythmisch-prosodisches Modell lyrischen Sprechstils

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GRIN Verlag, 2010 - 136 pages
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Doktorarbeit / Dissertation aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Rhetorik / Phonetik / Sprechwissenschaft, Note: 1,7, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universitat Bonn (Institut fur Kommunikationsforschung und Phonetik (IKP) - heute: Institut fur Kommunikationswissenschaften (IfK)), Sprache: Deutsch, Abstract: Jeder Mensch hat ein intuitives Verstandnis von der Rhythmizitat sprachlicher Ausserungen, da er die zugrundeliegenden Prinzipien beim Sprechen stets, wenn auch unreflektiert, beachtet. Der sprachliche Rhythmus nun erfullt Funktionen im Bereich Gliederung und Hervorhebung auf allen linguistischen Ebenen. Silben- und Wortgrenzen sowie Wortbetonungen werden durch ihn markiert, syntaktische Phrasen und semantisch zusammengehorige Einheiten werden rhythmisch gegliedert. Ohne diese rhythmische Gliederung ware der Sprachwahrnehmungsprozess sicherlich um einiges erschwert. Neben der direkten Beziehung zwischen Rhythmus und linguistischen Einheiten existieren ferner situationsspezifische Rhythmen, welche mit einem bestimmten Sprechstil verknupft sind. So hat schnelle Sprache vermutlich einen anderen Rhythmus als langsame, eine Predigt wiederum einen anderen Rhythmus als ein Fussballkommentar. Welche Rolle der Sprechrhythmus auf den einzelnen linguistischen und paralinguistischen Ebenen im Detail spielt, ist jedoch noch weitestgehend ungeklart. Eine relativ grosse Ubereinstimmung besteht in der Meinung, dass es auch sprachspezifische rhythmische Unterschiede gibt, genauer gesagt gibt es die Annahme, dass sich Sprachen in so genannte akzentzahlende und silbenzahlende Sprachen unterteilen. Uberdies ist der Sprechrhythmus fur die Sprachsynthese, d.h. den sprechenden Computer, von Bedeutung. Die haufigste Anwendung in diesem Bereich ist die Uberfuhrung von Text in ein entsprechendes Sprachsignal (Text-To-Speech). Auch in den neueren korpusbasierten Synthesesystemen ist eine ausgefeilte Prosodiepradiktion unerlasslich. Diese Vorhersage ist in den meisten Fallen jedoch noch verbes
 

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Contents

Zum Begriff der Prosodie
23
Korpuserstellung
29
Datenanalyse
36
Rhythmischprosodische Modelle
60
Evaluation der Dauermodelle
72
Abschließende Zusammenfassung und Ausblick
103
Literatur
109
Anhänge
115
Copyright

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Common terms and phrases

Abbildung aktuellen Fußes aktuellen Silbe akustische Akzent Akzentfuß akzentuierten Silbe akzentzählenden akzentzählenden Sprachen Basis beiden Benkwitz bezüglich Chi-Quadrat-Test daktylus jambus liedform Daktylus und Liedform Dauer Dauermodelle Dauermodellierung delexikalisierter und monotonisierter Deutschen drei englischen Ergebnisse Faktoren FootDurExclP FootInVerse Fußdauern Gedichte Grenztöne Grundfrequenz Grundfrequenzwerte Häufigkeit der einzelnen Histogramm Histogramm der Häufigkeit Hörern ausgewählten Hypothese intendierten Stilkategorien Interakzentintervallen Intonation Intonationskontur Isochronie Isochroniehypothese Jambus jambus liedform trochaeus jeweiligen Kapitel Korpus Korpusvariable Korrelation Korrelationskoeffizient Kruckenberg Kumulierte Prozente L*+H linearen Regression Lyrik Lyrik-Korpus lyrischen Sprechstil Manipulationsmethode manipulierten Median mehrheitlich korrekt Metren Metrum Metrumskategorien Mittelwert monotonisierten Stimuli ms gerundet nichtprofessionellen Sprecher Parameter Pausen Perzeptionstests perzeptives Phänomen Phone PhonesInSyl Phonetik Phrase PhrasePosCat Probanden Prosa Prosodie Prozent Gültige Prozente R-Quadrat Referenzquantum Rhythmen rhythmische Rhythmus Rhythmusklassen segmentalen signifikant Silbendauern Sonntag Sprachsignal Sprachstimuli Sprachsynthese Sprechrate Sprechrhythmus Standardabweichung Standardfehler statistisch Streudiagramm Teststimuli ToBIAccent Tonakzent Trochäus Übersichtlichkeit wegen ausgeschlossen Unterschied Variablen verschiedenen Verses Versfußes vier Metren vorliegenden Arbeit zeigt zwei

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