Ein Vergleich der Liebeskonzeption im Herzmaere Konrads von Würzburg mit der im Tristan Gottfrieds von Straßburg

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GRIN Verlag, 2007 - 24 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Germanistik - Altere Deutsche Literatur, Mediavistik, Note: 1,3, Freie Universitat Berlin (Institut fur Deutsche und Niederlandische Philologie), Veranstaltung: AdL Grundkurs C: Liebe, Ehe und Sexualitat in der Maerendichtung, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit hat einen Vergleich der Liebeskonzeption im "Herzmaere" von Konrad von Wurzburg mit der im "Tristan" von Gottfried von Straburg zum Thema. Unterschiede und Gemeinsamkeiten in den Minneauffassungen der beiden Autoren sollen nach einer kurzen Definition des Minnebegriffes und der Vorstellung der Intentionen Konrads und Gottfrieds anhand des 'ritter s]' und der 'frouwe guot' im "Herzmaere" sowie Tristans und Isoldes im "Tristan" herausgearbeitet werden. Vorweg einige Bemerkungen zur Stoffgeschichte und Entstehungszeit der beiden mittelalterlichen Erzahlungen: Konrads "Herzmaere" gehort zu den beliebtesten mittelhochdeutschen Maeren. Das Motiv vom 'gegessenen Herzen', das hier thematisiert wird, scheint ein sehr altes zu sein und ist in Europa vermutlich um 1100 entstanden. Schriftliche Fassungen gibt es jedoch nicht vor der zweiten Halfte des 12. Jahrhunderts. Der hier verwendete Text des "Herzmaeres" fut auf keiner einzelnen Handschrift, sondern ist ein kunstliches Gebilde, zusammengesetzt aus verschiedenen Handschriften, die vom spaten 13. bis zum fruhen 16. Jahrhundert datieren. Mit seiner schriftliterarischen Bezeugung steht der Tristanstoff um die Mitte des 12. Jahrhunderts in Konkurrenz zu anderen Stoffen, denn etwa gleichzeitig erschien zum Beispiel die Artusgeschichte. Es wird angenommen, da Gottfrieds "Tristan" um 1210/15 herum entstand. Allerdings stutzt sich diese Datierung auf eine eher relative Chronologie der mittelhochdeutschen Dichtung und kann daher nur als ungefahr gesichert gelten.
 

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Page 11 - Blanches Mains lieben kann. Anfangs sind die beiden noch eine Einheit: 18965 do die Tristan so schoene sach, ez vrischet ime sin ungemach: sin altiu herzeriuwe diu wart aber do niuwe. si mantin le genote der andern lsote, der lutern von...
Page 9 - Abbild vollkommener Liebe kann nach ihrer Auffassung nur eine Geschichte mit tragischem Ausgang sein, da sich erst in Schmerz und Tod die Liebe wirklich bewährt73.
Page 2 - Zitiert nach Konrad von Würzburg: Heinrich von Kempten. Der Welt Lohn. Das Herzmaere. Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch. Mhd. Text nach der Ausgabe von Edward Schröder. Übersetzt, mit Anmerkungen und einem Nachwort versehen von H. Rölleke. Stuttgart 1968 (RUB 2855).V. 29. 2 Ebd. 3 Die Personen im „Herzmaere" sind nicht namentlich benannt.
Page 9 - Liebesschmerz stirbt81, verfügt er, daß seine Geliebte als Zeichen ewiger Liebe und Treue sein Herz erhalten soll82: [...] swenne ich si verdorben unde ich lige erstorben durch Vgl.
Page 4 - Tristan" dazu folgendermaßen: ich weiz ez wärez alse den töt und erkenne ez bi der selben nöt: der edele senedaere der minnet senediu maere. Zitiert nach Gottfried: Tristan. V. 119-122. " Vgl. hierzu Konrad: Heinrich. V. 8-21. 17 Brandt, Rüdiger: Konrad von Würzburg: „Herzmaere".
Page 9 - erhalten : er sente nach ir vaste, und wart sin leit so rehte Stare daz im der jämer durch daz mare darnc unz an der sele grunt [...]76.
Page 2 - Brandt, Rüdiger: Konrad von Würzburg. Darmstadt 1987 (Erträge der Forschung 249). S.

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