Ein Vergleich der "Neuen Frau" mit dem "Girl" bei Gabriele Tergit und Irmgard Keun

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GRIN Verlag, 2007 - 28 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,3, Freie Universitat Berlin (Institut fur Deutsche und Niederlandische Philologie), Veranstaltung: Grundkurs A+B: Romane der Weimarer Republik, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit hat einen Vergleich der "Neuen Frau" mit dem Girl" bei Gabriele Tergit und Irmgard Keun zum Thema. Dazu werden die Werke "Kasebier erobert den Kurfurstendamm" von Tergit aus dem Jahre 1931 und "Gilgi - eine von uns" von Keun aus demselben Jahr herangezogen. Die beiden ausgewahlten Personen, an denen die Merkmale der "Neuen Frau" und des "Girl" nachgewiesen werden sollen, sind Dr. Charlotte Kohler aus "Kasebier erobert den Kurfurstendamm" und Gisela Kron aus "Gilgi - eine von uns." In beiden Werken gibt es noch weitere Frauen, die ebenfalls als eine Art der "Neuen Frau" oder des "Girls" dargestellt sind, hier aber auer acht gelassen werden sollen. Nun stellt sich die Frage, inwiefern Dr. Kohler eine Vertreterin der Generation der "Neuen Frau" ist und welche dazugehorigen Merkmale sie in sich vereint. Unter dem gleichen Aspekt soll das "Girl" Gilgi und ihre typischen Eigenschaften und Kennzeichen untersucht werden. Nachdem eine Definition der Begriffe "Neue Frau" und "Girl" vorgenommen wurde, soll textanalytisch vorgegangen werden, um mit der Hilfe von Sekundarliteratur die "Neue Frau" Kohler und das "Girl" Gilgi zu untersuchen.
 

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Page 8 - Trotz oder gerade angesichts solcher Realitäten lebt Gilgi in der festen Vorstellung, ihr Ziel einer unabhängigen, selbstbestimmten Existenz durch gute Leistungen, durch Tugenden wie Ordnung, Fleiß und Sparsamkeit zu erreichen. „Ich will arbeiten, will weiter, will selbständig und unabhängig sein ich muß das alles Schritt für Schritt errreichen. Jetzt lern' ich meine Sprachen - ich spar...
Page 11 - Netter Junge. Wie war noch sein Vorname? Weiß sie nicht. Geküßt hat er sie gestern abend im Auto. Heute reist er wieder ab. Schade? Ach wo. Aber nett war es gestern mit ihm. Lange hatte sie nicht mehr geküßt [...]. Der Junge war nett. Der Kuß war nett. Nicht mehr. Er brennt nicht nach. Gut so"83.
Page 12 - Büro, Zuhause, Arbeit, Liebe - wie hat sie das früher nur vereint? War anders, ganz anders. Den langen Klaus, der vor zwei Jahren für sechs Monate ihr Freund war, den hat sie die Woche zwei-, dreimal gesehen. Tanzen, Kino, Sommerausflug an den Rhein, Paddelbootfahrten, kleiner Weekendzauber - alles sehr nett, lustig und nicht weiter aufregend. Wenn man sich sah, war's gut - wenn nicht - hatte man eben andres zu tun. Beide. Partner und Partnerin. Hauptsache blieb Arbeit und Weiterkommen. Man hatte...
Page 12 - [...] die haben so festgewurzelte moralische Anschauungen, die lassen sich nicht von heut...
Page 11 - es gefällt einem so selten einer. Die Jahre der Wahllosigkeit zwischen siebzehn und neunzehn sind...

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