Ein Vergleich zwischen "Don Juan - Der Verführer von Sevilla und der steinerne Gast" von Tirso de Molina und "Dom Juan ou Le Festin de pierre" von Molière

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GRIN Verlag, 2007 - 72 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1, Universitat Stuttgart, 22 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Uber Jahrhunderte hinweg erhitzt die Gestalt des Don Juan die Gemuter der Zeitgenossen. Der unvergleichlich populare Wustling leidet chronisch unter einer "schlechten Presse" und wird dennoch von allen Kunstgattungen in unzahligen Varianten adaptiert, was seine gesellschaftliche Relevanz bestatigt. Erst in unserer Zeit scheint es modern geworden zu sein, dem einst als so verwegen beschriebenen Abenteurer die Aura unwiderstehlicher Mannlichkeit zu nehmen und seine hochgeruhmte "geniale" Verfuhrungskraft anzuzweifeln. Die folgende Arbeit beschaftigt sich mit den zwei Werken von Tirso de Molina und Moliere. Um Unterschiede zu verdeutlichen, wird zu Beginn der Arbeit verglichen, wie die Hauptfigur Don Juan eingefuhrt wird und wie sie untergeht. Im zweiten Kapitel geht es um die Frage, welche Rolle der Diener Don Juans jeweils einnimmt bzw. was der Leser durch diese Dienerfigur uber die Hauptfigur erfahrt. Da es ohne Frauen keinen Don-Juan-Stoff gabe, wird in einem weiteren Kapitel die Einstellung Don Juans zu den Frauen betrachtet. Hierbei wird deutlich, dass die Ehre" eine sehr wichtige Rolle in beiden Stucken einnimmt. Der vorletzte Abschnitt versucht deshalb, das Thema Ehre zu beleuchten. Uber die Ehre lasst sich schwerlich etwas Haltbares sagen, ohne den Rahmen einer solchen Studienarbeit zu uberschreiten. Zunachst wird daher eine Standortbestimmung uber den Ehrbegriff in unserer heutigen Zeit gegeben. Davon ausgehend wird die Auffassung von Ehre in den beiden Werken verglichen. Im letzten Teil gibt die Arbeit eine abschliessende Zusammenfassumg der Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den zwei Werken von Tirso de Molina und Moliere im Wandel der Zeit ihrer Veroffentlichungen. Neben der Primarliteratur von MOLIERE: Don Juam ou Le Festin de pierre und von TIRSO DE MOLINA: D
 

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Popular passages

Page 10 - Das ist gar nichts Vor der Glut, die du erjagtest. Wundertaten Gottes sind Unerforschlich, Don Juan. Er will, daß du deine Sünden abzahlst in die Hände eines Toten: so bezahlst du sie nach dem göttlichen Gesetz: „ Wie die Saat, Sosein die Ernte.
Page 27 - ... auch ahnungslos - aufs Spiel setzt. 2. Obwohl nur etwa vier Jahrzehnte später als Tirsos Burlador de Sevilla entstanden, scheint Molieres Dom Juan ou le festin de pierre bereits von einer völlig anderen Welt zu handeln.
Page 6 - Ehre für sich ansieht, und sie ganz sachte dorthin zuführen, wo wir sie haben wollen. Aber hat man einmal gesiegt, dann hat man auch nichts mehr zu sagen und nichts mehr zu wünschen; alles schöne der Leidenschaft ist dahin...
Page 10 - Gib mir die Hand, Fürcht dich nicht, die Hand gib mir! Don Juan: Ich mich fürchten? Meinst du das? ... Du verbrennst mich ja mit deiner Glut, ich brenne!
Page 27 - Burlador» bei Tirso die Gefährdung spezifisch feudalaristokratischer Normen aufzeigen, so ist Molieres Dom Juan - der «grand seigneur mechant homme» (grosser Herr und übler Mensch) - nun selber zum spezifischen Feudalaristokraten geworden, der eine Normalität gefährdet, die nicht mehr essentiell feudalistisch, sondern schon durchaus bürgerlich definiert erscheint. 1 1 Den Text der Dramen...
Page 8 - Sganarell durch das imposante Grabmal einschüchtern. Gerade dadurch sieht sich Dom Juan herausgefordert, dem Diener zu befehlen, die verhängnisvolle Einladung auszusprechen, die von der Statue nickend angenommen wird.
Page 7 - Gewissensbissen macht er sich vielmehr über den lächerlichen Ehrgeiz lustig, nach dem Tod eine aufwendigere Wohnstatt besitzen zu wollen als im Leben: Don Juan: Daß man hier sieht, wie weit der Ehrgeiz eines Toten sich versteigern kann.

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