Eine Analyse zu George Sands Roman "La petite Fadette"

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GRIN Verlag, 2011 - 28 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Romanistik - Franzosisch - Literatur, Note: 2,0, Humboldt-Universitat zu Berlin (Romanistik), Sprache: Deutsch, Abstract: Sommer 1848. Enttauscht und angewidert von den Ereignissen der Junievolution zieht sich George Sand auf ihr Landgut in Nohant zuruck. Hier beginnt sie auf Anfrage des Verlegers und engen Freundes Jules Hetzel (1814-1886) den dritten Roman ihrer romans champetres1. Ursprunglich sollte das Buch den Titel Les Bessons (frz. les jumeaux) tragen. Dieser Regionalismus aus dem Berry, der Heimat G. Sands, offenbart bereits den landlichen, naiven Charakter des Buches, welches zu den sogenannten bergeries2 zahlt. Schlielich erscheint das Buch jedoch im Januar 1849 unter dem Titel La Petite Fadette. Die letztliche Titelwahl legt damit mehr Gewicht auf die Protagonistin der Geschichte, was durchaus auch inhaltlich begrundet ist. Wahrend G. Sand im Vorwort zu La mare au diable noch den Versuch unternimmt, das Werk im Zusammenhang einer sich verandernden gesellschaftlichen Praxis zu erklaren, nimmt dieser Impuls jedoch in der Folge ihrer Bauernromane rapide ab. La Petite Fadette und insbesondere Les Maitres Sonneurs (1853) lassen keine reformerischen oder revolutionaren Ideen mehr erkennen. Statt sozialpolitischer Doktrinen bringt G. Sand dem Leser das Ideal einer naturlichen Sittlichkeit nahe, welches ihrer Ansicht nach nirgendwo anders als auf dem Land zu suchen sei. Dennoch besteht ein innerer Zusammenhang mit den fruheren Werken der Autorin: Weder die naiv-rustikalen Motive sind neu in ihren Bauernromanen, noch wird das sozialkritische Engagement vollig aufgegeben. La Petite Fadette soll das Scheitern der Revolution vergessen machen und zuruckfuhren zu einem vorindustriellen Idyll.
 

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