Eine Analyse zu Kafkas "Der Bau"

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GRIN Verlag, 2007 - 68 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,0, Johannes Gutenberg-Universitat Mainz (Germanistik -Fachbereich Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaft), Veranstaltung: Literaturwissenschaftliches Hauptseminar "Kafka," 12 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: Es handelt sich um eine theologische und inhaltliche Analyse von Kafkas Spatwerk "Der Bau", Abstract: Das zwanzigste Jahrhundert war von vielen grossartigen Denkern und Schriftstellern gepragt. Der Prager Deutsche Schriftsteller Franz Kafka war einer von ihnen, unter- schied sich aber durch sein Denken und Schreiben von all den anderen seiner Zeit. Er verfugte uber eine ausserordentliche Vorstellungskraft und uber ein enormes sprachliches Geschick. Auch wenn seine Art zu schreiben in vielen Fallen kompliziert und unverstandlich erscheint, behielten die meisten seiner Werke eine bestimmte Funktion und ein konkretes Ziel, so dass sie fast immer autobiographisch erschienen. Die Vielzahl unterschiedlicher Interpretationen, die im Laufe der Zeit unternommen wurden, um die Werke Kafkas zu analysieren, lassen bereits erkennen, dass eine ge- naue Interpretation so gut wie unmoglich ist. Dies liegt eben in der Natur Kafkas und in den theologischen, biographischen und psychologischen Hintergrunden und Moti- ven seiner Texte. Demgemass wird in dieser Arbeit versucht, die Erzahlung Der Bau" zu analysieren, angefangen mit einer kurzen Biographie des Verfassers, einer Zusammenfassung des Werkes und die Darstellungen der Elemente, die diese Erzahlung pragen und dann der Versuch, diese zu deute
 

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Contents

EINLEITUNG
3
ENTSTEHUNG DER GESCHICHTE
7
DIE ERZÄHLUNG
10
VERSUCH EINER THEOLOGISCHEN INTERPRETATION
16
TIERGESCHICHTEN IN KAFKAS WERKEN
19
BEZÜGE ZU ANDEREN WERKEN KAFKAS
22
LITERATURVERZEICHNIS
29
Copyright

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Popular passages

Page 19 - ALS GREGOR SAMSA eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt.
Page 24 - Das schönste an meinem Bau ist aber seine Stille. Freilich, sie ist trügerisch. Plötzlich einmal kann sie unterbrochen werden und alles ist zu Ende.
Page 25 - ... ein Scherz, so als wollte ich beweisen, daß nicht etwa gerade mein Lieblingsplatz allein mir diese Störung bereitet hat, sondern daß es Störungen auch anderwärts gibt, und ich fange lächelnd an zu horchen, höre aber bald zu lächeln auf, denn wahrhaftig, das gleiche Zischen gibt es auch hier. Es ist ja nichts, manchmal glaube ich, niemand außer mir würde es hören...
Page 17 - Schloß", zu dem K. keinen Zutritt erlangt, dem er sich unbegreiflicherweise nicht einmal richtig nähern kann, ist genau das, was die Theologen „Gnade...
Page 24 - Ich weiß nicht, ob es eine Gewohnheit aus alten Zeiten ist oder ob doch die Gefahren auch dieses Hauses stark genug sind, mich zu wecken : regelmäßig von Zeit zu Zeit schrecke ich auf aus tiefem Schlaf und lausche, lausche in die Stille, die hier unverändert herrscht bei Tag und Nacht, lächle beruhigt und sinke mit gelösten Gliedern in noch tieferen Schlaf.
Page 24 - Kleintieres, das ich dann gleich auch zwischen meinen Zähnen zur Ruhe bringe, oder das Rieseln der Erde, das mir die Notwendigkeit irgendeiner Ausbesserung anzeigt; sonst ist es still. Die Waldluft weht herein, es ist gleichzeitig warm und kühl. Manchmal strecke ich mich aus und drehe mich in dem Gang rundum vor Behagen. Schön ist es für das nahende Alter, einen solchen Bau zu haben, sich unter Dach gebracht zu haben, wenn der Herbst beginnt. Alle hundert Meter...
Page 23 - Plätzen und auch alle diese still und leer - dann liegt mir der Gedanke an Sicherheit fern, dann weiß ich genau, daß hier meine Burg ist, die ich durch Kratzen und Beißen, Stampfen und Stoßen dem widerspenstigen Boden abgewonnen habe, meine Burg die auf keine Weise jemandem...
Page 16 - Und es sind nicht nur die äußern Feinde die mich bedrohen, es gibt auch solche im Innern der Erde, ich habe sie noch nie gesehn, aber die Sagen erzählen von ihnen und ich glaube fest an sie. Es sind Wesen der innern Erde, nicht einmal die Sage kann sie beschreiben, selbst wer ihr Opfer geworden ist hat sie kaum...
Page 23 - Aber der Bau ist eben nicht nur ein Rettungsloch. Wenn ich auf dem Burgplatz stehe, umgeben von den hohen Fleischvorräten, das Gesicht zugewandt den zehn Gängen, die von hier ausgehen, jeder besonders dem Gesamtplatz entsprechend gesenkt oder gehoben, gestreckt oder gerundet, sich erweiternd oder sich verengend und alle gleichmäßig still und leer, und bereit, jeder in seiner Art mich weiterzuführen zu den vielen Plätzen und auch diese alle still und leer — dann liegt mir der Gedanke an Sicherheit...

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