Eine Analyse des Glückskonzepts von Joseph von Eichendorffs „Aus dem Leben eines Taugenichts“

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GRIN Verlag, Mar 16, 2012 - Literary Criticism - 9 pages
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„‚Spring er nur hinten mit auf, wir fahren auch nach Wien.’ Wer war froher als ich?“ Gleich zu Beginn der Novelle „Aus dem Leben eines Taugenichts“ von Joseph von Eichendorff wird der Frohsinn bzw. das Glück des Protagonisten thematisiert. Das Begriffsfeld „Glück“ zieht sich wie ein roter Faden durch die verschiedenen Wandlungen der Novelle. Zu Anbeginn des ersten Kapitels wird beschrieben, wie der „Taugenichts“, fortgeschickt von seinem Vater, in die Welt hinauszieht, um sein „Glück [zu] machen.“ Anhand dieser Textstelle lässt sich bereits aufzeigen, dass Eichendorff in seinem Werk das Phänomen Glück sowie das menschliche Streben nach Glück als zentralen Leitgedanken behandelt. In dieser Arbeit soll die Figur des Taugenichts aus der Novelle „Aus dem Leben eines Taugenichts“ von Joseph von Eichendorff und das mit dem Protagonisten verbundene Glückskonzept beleuchtet und diskutiert werden. Die Wahl des Themas begründet sich darin, dass die Suche nach dem Glück im „Taugenichts“ vor dem Hintergrund des romantischen Gedankenguts begangen wird und somit die ideale Lebensführung der Romantik beleuchtet. In der vorliegenden Arbeit soll von einer Analyse der Verwendung von Glücksbegriffen innerhalb der Novelle ausgegangen werden, indem zentrale Textstellen geprüft werden, die das Thema Glück behandeln. Somit wird der Versuch unternommen, verschiedene Pfeiler der Glückskonzeption Eichendorffs aufzuzeigen und aufgrund dessen zu einer Definition des Glücksbegriffs nach „Aus dem Leben eines Taugenichts“ zu gelangen. Eichendorffs Glückskonzeption beruht auf fünf verschieden Pfeilern, die anhand einschlägiger Textstellen untersucht werden. Differenziert betrachtet werden hierbei die Elemente Freiheit, Liebe, Gottvertrauen, Natur und Selbstverwirklichung. Auf Basis dieser wird in einer zusammenfassenden Betrachtung auf die Ambivalenz von Lebensverhältnissen und literarischen (Glücks-)Idealen der Romantik eingegangen. Zuletzt werden einige weiterführende Schlussbemerkungen angestellt.

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