Eine antike Melancholietheorie und ihre Verarbeitung in der "Historia von Doktor Johann Fausten".

Front Cover
GRIN Verlag, 2008 - 40 pages
0 Reviews
Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,0, Freie Universitat Berlin (Institut fur deutsche und niederlandische Philologie), Veranstaltung: Melancholie in der Literatur des Spatmittelalters und der fruhen Neuzeit, 8 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Kaum eine Gemutsbewegung ubt so viel Faszination auf die Menschheit aus, wie die Melancholie. Seit ihrer erstmaligen Erwahnung vor uber zweieinhalb Jahrtausenden bietet sie aufgrund ihrer vielseitigen Erscheinung in den Bereichen der Psychiatrie, Medizin und Philosophie Anlass zur Diskussion und wurde nahezu in jeder literarischen Epoche verarbeitet. Auch in der Bildenden Kunst stellt die Melancholie, nicht nur bei Albrecht Durer, ein beliebtes Motiv dar. Diese Hausarbeit beschaftigt sich zunachst mit den Ursprungen der Melancholie in den medizinischen Theorien der Antike. Nach einer Einfuhrung in die antike Verarbeitung des Melancholiebegriffes, soll im Anschluss naher auf den physischen Ausloser, die schwarze Galle, als Bestandteil der Humoralpathologie eingegangen werden. Anhand des pseudo-aristotelischen Textfragments 'das Problem XXX, I', aus dem Corpus Hippocraticum, soll der Einfluss der Melancholie auf die menschliche Natur erarbeitet werden. Es wird gepruft, inwiefern die Melancholie mit einer besonderen Begabung zusammenhangt, die dem Menschen eine gesteigerte Veranlagung zu diesem psychischen Leiden verschafft. Die These des genialen Melancholikers soll schlielich in dem Volksbuch 'Historia von D. Johann Fausten' untersucht werden. Anhand einer kritischen Auseinandersetzung wird erortert, inwiefern Melancholie als Leiden betrachtet werden sollte, oder ob sie den Betroffenen durchweg in ein positives Licht ruckt. Weiterhin gilt es, die Ursachen der Melancholie in der 'Historia von D. Johann Fausten' zu konkretisieren und mit den verantwortlichen Faktoren aus dem 'Problem XXX,1' zu vergleichen.
 

What people are saying - Write a review

We haven't found any reviews in the usual places.

Other editions - View all

Common terms and phrases

Bibliographic information