"Eine große Stadt versank in gelbem Rauch": Das Motiv des Feuers in Georg Heyms Gedicht 'Der Krieg'

Front Cover
GRIN Verlag, 2010 - 36 pages
0 Reviews
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Freie Universitat Berlin (Institut fur Deutsche und Niederlandische Philologie), Veranstaltung: Einfuhrung in die Textanalyse, Sprache: Deutsch, Abstract: "Du starbst. Denn diese griffen toricht / Nach Deiner reinen Flamme aus," klingt es in Georg Heyms an Holderlin gerichteten gleichnamigen Gedicht. Nicht Tod bringende Flamme ist es, die den Besungenen das Leben kostet, sondern - im Gegenteil - der Entzug des Feuers. Vielleicht ist es genau jene Vielschichtigkeit, die das Faszinosum Feuer ausmacht: Urstoff und eines der vier Elemente warmt und schutzt es, die Menschen brauchen es. Und doch bleibt sein Wesen unberechenbar. Ob Holderlins Lebenslicht oder Paulinchens Zundholzer: Das Spiel mit dem Feuer ist spannend. In der vorliegenden Arbeit mochte ich der Frage nachgehen, wie sich das Motiv des Feuers in Heyms 1911 entstandenem Gedicht 'Der Krieg' aussert. Ist es vernichtende Kraft, die Angst macht, oder schwingt in der Dynamik seiner Zerstorung nicht doch ein vitalistisches Element, die Moglichkeit zur Lebensbejahung, mit? In der Heym-Forschung tut sich diesbezuglich eine Kontroverse auf: Schenkt Kurt Mautz dem Vitalismus innerhalb Heyms Schaffen kaum Beachtung, so sieht Gunter Martens gerade in den vitalistischen Tendenzen einen nicht zu ubersehenden Schlussel zum Werk des Dichters. In den folgenden Kapiteln werde ich letzterer Behauptung genauer nachgehen und das Feuermotiv einer detaillierten Betrachtung unterwerfen. Zunachst werde ich umreissen, in welchen verschiedenen Erscheinungsformen Feuer auftreten kann und Eingang in unser Denken gefunden hat. Dem folgt die nahere Betrachtung des Motivs in Heyms Gedicht Der Krieg. Daruber hinaus geht es im Hauptteil um vitalistische Einflusse des 'Neuen Club' auf das Schaffen Heyms und motivische Parallelen in dem Fragment gebliebenen Gedicht Gebet. Als Grundlage der zitierten Gedichte dient Karl Ludwig Schneiders Gesamta"
 

What people are saying - Write a review

We haven't found any reviews in the usual places.

Other editions - View all

Common terms and phrases

Bibliographic information