"Extreme Methoden" - Gewalt, Zivilisation und der Ausnahmezustand im Algerienkrieg

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GRIN Verlag, 2007 - 76 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Geschichte - Afrika, Note: 1,0, Ludwig-Maximilians-Universitat Munchen (Historisches Seminar), 37 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Zwischen dem Ende des Zweiten Weltkrieges und dem Beginn der 1960er Jahre zerfielen die europaischen Kolonialreiche in geradezu atemberaubender Geschwindigkeit. Die Abnabelung der ehemaligen Kolonien von ihren jeweiligen "Mutterlandern" ging dabei haufig nicht ohne Gewalt vor sich. Einer der blutigsten und grausamsten der Dekolonisationskriege war der franzosische Algerienkrieg (1954-1962), der etwa 250 000 Menschen das Leben kostete und bis heute in Algerien nachwirkt. In Frankreich fuhrte die ubermassige Grausankeit des Vorgehens der franzosischen Armee und besonders der systematische Einsatz der Folter zu erhitzten Diskussionen und zur Spaltung der Gesellschaft - sowie letztlich zum Zusammenbruch der v. Republik. Das Vorgehen in Algerien widersprach diametral dem Selbstbild Frankreichs als Nation der Menschenrechte. Der vorliegende Aufsatz untersucht, wie latenter Rassismus, koloniale Traditionen, die besondere Situation eines asymmetrischen Krieges und die ideologische Aufladung in der franzosischen Armee eine Atmosphare schaffen konnten, in der Folter alltaglich und selbstverstandlich zu rechtfertigen war. Besonderes Augenmerk gilt dabei der - juristischen wie intellektuellen - Konstruktion eines "Ausnahmezustandes," der aufgrund "besonderer Bedingungen" im "Krieg gegen den Terrorismus" des FLN rechtsstaatliche Prinzipien wie moralische Normen fast vollig ausser Kraft setzt
 

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Contents

Einleitung
3
Ein Teil Frankreichs im Ausnahmezustand 19451956
11
Die Generalisierung der Gewalt im Ausnahmezustand des modernen Krieges
22
Fazit
31
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