Facebook als digitale Litfaás„ule: Wie deutsche Jugendradios Facebook nutzen und was sie dabei missachten

Front Cover
Diplomica Verlag, 2012 - Language Arts & Disciplines - 140 pages
0 Reviews
Knapp zwei Drittel der Deutschen, also ca. 52,7 Millionen, sind online. Ganz klar: Das Internet ist aus der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken. Ebenso wenig wie sein erfolgreichstes Kind namens Facebook, das inzwischen sogar Google in der Verweildauer berholt hat. Facebook ist bereits sieben Jahre nach seiner Gr ndung weltweit zur wichtigsten Kommunikationsplattform im Internet geworden. šber Jahrzehnte hinweg waren es die Massenmedien, die ber die Auswahl der Nachrichten entschieden haben und sie verbreiteten. Aber die Spielregeln in der digitalen Welt sind andere geworden. Auf Facebook entscheidet nicht der Kommunikator dar ber, wie oft seine Nachricht angezeigt wird, sondern die Masse der User selbst. Wie die Medienunternehmen mit diesen ver„nderten Strukturen umgehen sollen, wird seit einiger Zeit stark diskutiert. Aus diesem Grunde lautet die Forschungsfrage dieser Studie, welche Faktoren bei den Postings der untersuchten Jugendradiosender auf Facebook eine Steigerung der Beteiligung ihrer Fans ausl”sen. Es wird daher untersucht, welche bew„hrten theoretischen Ans„tze, wie beispielweise die Nachrichtenwertforschung noch g ltig sind und inwiefern sie sich mit Theorien des viralen Marketings und dem kognitionspsychologischen Ansatz der memetischen Trigger erg„nzen lassen. Dazu wurden die Fanseiten von sechs Jugendradiosendern in Deutschland untersucht, denen zwischen 30.000 und knapp 200.000 Fans folgen. Da es bisher keine „hnlich angelegte Forschung in diesem Untersuchungsfeld gab, wurden zun„chst Leitfadengespr„che mit sechs ausgew„hlten Sendern gef hrt: 1LIVE, MDR JUMP, DASDING, bigFM, JAMFM und sunshine live. Sie geben Aufschluss ber Ziele, Strategie und Arbeitsweise auf Facebook. Von jedem der Sender wurden dann 100 Postings analysiert und mit der Zahl der Reaktionen ihrer User verglichen. Das Resultat beweist, dass sich die Wichtigkeit der Nachrichtenfaktoren bei Facebook deutlich von anderen Medien unterscheidet und etablierte Annahmen, wie die Additivit„tshypothese von Galtung & Ruge f r die sozialen Netzwerke kaum noch G ltigkeit besitzen. Um einen Mehrwert f r Medienunternehmen zu bieten wurden daraus konkrete Empfehlungen abgeleitet. Sie sollen ein Gef hl daf r geben, wie weit die Vorstellungen von Usern und Sendern teilweise auseinander gehen und was man tun kann, um sich besser auf die W nsche seiner Fans einzustellen.
 

What people are saying - Write a review

We haven't found any reviews in the usual places.

Contents

Einleitung
11
Der Markt der Jugend Radios und Mediennutzung
45
Nachrichtenwertforschung
53
Methodik und Aufbau der Untersuchung
59
Ergebnisse der Analysen
71
Schlussbetrachtung
109
Copyright

Other editions - View all

Common terms and phrases

About the author (2012)

Diplom Journalist (Univ.) Nico Brugger wurde 1986 in Friedrichshafen am Bodensee geboren. Nach seinem Abitur am Wirtschaftsgymnasium arbeitete er zun„chst ein halbes Jahr beim Lokalradio als Auáenreporter bevor er 2007 ein Journalistik-Studium an der Universit„t Eichst„tt-Ingolstadt begann. W„hrend seiner Studienzeit durchlief der Autor das Programm der Journalistischen Nachwuchsf”rderung der Konrad-Adenauer-Stiftung und wurde dort durch ein Stipendium weiter gef”rdert. Diese multimediale Praxisausbildung lieferte auch den Grundstein f r seine Faszination f r soziale Netzwerke. Neben seiner Arbeit als freier Journalist beim Bayerischen Rundfunk und Radio7 widmete er sich vor allem der Frage wie Journalisten Facebook als neuen Kanal am besten nutzen k”nnen. Heute entwickelt der Autor Konzepte f r Unternehmen, die soziale Netzwerke als Chance zur Kommunikation begriffen haben und h„lt Vortr„ge ber die Gefahren und Chancen im Web 2.0.

Bibliographic information