Familie vs. Peer-Group. Konkurrenz zweier Sozialisationsinstanzen

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GRIN Verlag, Mar 3, 2011 - Education - 18 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Pädagogik - Allgemein, Note: 1,0, Technische Universität Dresden (Allgemeine Erziehungswissenschaft), Veranstaltung: Einfluss von Sozialisationsfaktoren- und bedingungen, Sprache: Deutsch, Abstract: Obwohl jeder Mensch sein eigenes Leben lebt, so leben wir doch nicht allein. Schon vor über zehntausend Jahren bildeten die Menschen Gemeinschaften, in denen sie einen Großteil ihrer Zeit verbrachten. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Zur Ausbildung der individuellen Persönlichkeit bedarf es einer Reihe sozialer Beziehungen, weshalb der Mensch Zeit seines Lebens in Gruppen lebt. Wie schwer ist es heute besonders für Kinder und Jugendliche, ihre eigene Identität herauszubilden und ihren Platz in der Gesellschaft zu finden? An dieser Stelle treten die Sozialisationsinstanzen unterstützend hinzu. Familie, Schule und Gleichaltrigengruppen sehen sich gleichermaßen mit den Aufgaben der Sozialisation konfrontiert: Weitergabe von Wissen und Fertigkeiten, Eingliederung des Heranwachsenden in die Gesellschaft, Vermittlung zwischen Eigenständigkeit und Integration sowie individueller Interessenvertretung und Gemeinschaftsbezug. Oft wirken diese drei Sozialisationsinstanzen simultan, vor allem in der Phase der älteren Kindheit und der Jugend. Noch vor einiger Zeit dominierten Familie und Schule das Terrain der Sozialisation. In Form der Peer-Groups ist aber vor allem in den letzten Jahrzehnten ein überaus starker und einflussreicher Faktor hinzugetreten, der aus dem Prozess der Persönlichkeitsentwicklung nicht mehr fortzudenken ist. Die folgende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie sich die Sozialisationsinstanzen Familie und Peer-Group zueinander verhalten, und inwiefern sich diese Relation auf den Sozialisationsprozess auswirkt. Ausgangspunkt ist hierbei die traditionelle These, dass beide Sozialisationsfaktoren in Konkurrenz zueinander stehen. Diese Annahme soll auch mit Hilfe von Ergebnissen empirischer Studien kritisch hinterfragt werden. Zu diesem Zweck wird zunächst auf jede der beiden Instanzen separat eingegangen und ihre sozialisatorische Leistung dargestellt. Anschließend erfolgt die Erörterung meiner zentralen Fragestellung, die durch eine abschließende Zusammenfassung abgerundet wird.
 

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Anpassung und Umstellung Aufgabe der Sozialisation außerhäuslichen außerordentlich prägend Bedeutung der Peer-Group Bedürfnisse Begriff Peer-Group besonders Bezug Cliquen deutschen Shell 1992 eigenständigen und gesellschaftsfähigen Emanzipation Entwicklung des Kindes Entwicklungsperspektiven im vereinigten Erwachsenenwelt Erziehung Erziehungsstil Familie als soziale Familie und Gleichaltrigen Familie und Peer-Group Familienform Freunden und Institutionen Freundeskreis fungieren Eltern fungiert Gesellschaft Götzinger 1998 Grund Grundmann 2006 Helmut Fend Hofer Hurrelmann 2002 individuellen Informelles Lernen Jugendalter Jugendwerk der deutschen Kinder ohne Freunde Kinder und Jugendliche Kinderpanels klar ersichtlich Klaus Hurrelmann Konkurrenz Kontakte Kontext Marbach Menschen Mitglieder mitunter Müttern und Vätern Netzwerken Gleichaltriger Noack Orientierungen und Entwicklungsperspektiven Oswald Peerbeziehungen Peereinfluss Peerkontext Peers Persönlichkeitsentwicklung eines Heranwachsenden politischen Unterrichts Jg Risiko oder Gewinn Schneewind 2008 Schober-Penz 1998 Schule und Gleichaltrigengruppen seitens der Familie selbstbestimmten Shell-Jugendstudie 1992 somit sowohl soziale Gemeinschaft soziale System Sozialisation inne Sozialisationsfaktor Sozialisationspraxen sozialisatorischen Aufgaben sozialisatorischen Leistungen Sozialverhalten Traub Unterschiede vollständig überarbeitete Auflage Wild zentrale Zudem zunehmendem Alter Zusammenwirken beider Sozialisationsinstanzen

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