Farnsworth-House - ein Rückblick. Mies' Wohnhausprogramm in den USA

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GRIN Verlag, Aug 12, 2005 - Architecture - 14 pages
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Mies van der Rohes Farnsworth-House (1951) gehörte wohl zur weltweit am meisten bejubelten und prämierten Ikone der Moderne. Kein Entwurfslehrstuhl, der die Glas-Stahl-Skulptur nicht wie ein Hochamt zelebrierte, um sie nach einsetzender Kritik an modernistischer Architektur in akademischer Manier stillschweigend fallen zu lassen. Beide Verhaltensweisen sind unwissenschaftlich, tragen zu Fehlplanungen und Steuergeldverschwendungen bei. Die Kritik der Bauherrin, Frau Dr. Edith Farnsworth, war die erste spektakuläre an der Architekturmoderne und traf sie im Kern. Von Modernisten wurde sie lange als die ei-ner "enttäuschten, liebestollen Zicke" abgetan. Nachdem aber auch der nachfolgende Mies-Enthusiast Lord Peter Palumbo vier Ventilatoren in den Raumecken aufstellen musste, um dem Schwitzwasser bei einem Ein-Personen-Haushalt Herr zuwerden, konnte man die Einwände nicht mehr einfach wegwischen. Die Missachtung von Funk-tionen hatte bei der "funktionalen" Architektur einen solchen Umfang, dass die Wohn-funktionen schlechter erfüllt wurden als in traditionellen Gebäuden. Andererseits frappiert die rigorose Konsequenz mit der eine stapelbare Einheit das gesamte Bauprogramm außerhalb des Hallenbaues vom "Einfamilienhaus" über den Geschossbau bis zum Hochhaus bewältigen sollte. Diese anti-bourgeoise, totalitaristi-sche Einheitsarchitektur stoppte dann die Postmoderne in den 1970er Jahren. Ebenso wenig wurde das Schicksal des >McCormick-House und Morris Greenwald-House

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