Fedor Tjutčevs "Silentium!" - Eine Analyse des Welt- und Menschenbildes

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GRIN Verlag, 2011 - 32 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Russistik / Slavistik, Note: 1,0, Universitat Leipzig (Institut fur Slavistik), Veranstaltung: Russische Literatur, Sprache: Deutsch, Abstract: "Jede feste Gestalt, jeder eindeutige Gedanke, jedes ausgesprochene Wort kam ihnen als tot und verlogen vor." Bereits in diesem Ausspruch von Kirill Pigarev wird das Wissen um das Spannungsverhaltnis zwischen Gedanken und Worten deutlich. In der Lyrik der russischen Romantik war das Misstrauen gegenuber der Sprache ein wichtiges lyrisches Motiv und zugleich insbesondere bei den Symbolisten ein zentraler Bestandteil. Diese Thematik findet sich auch in Fedor Tjutčevs Gedicht Silentium! als ein bedeutender Schwerpunkt wieder. Keineswegs vermag in Silentium! ein anderer Vers als "Der ausgesprochene Gedanke ist Luge" (II, 4) die Problematik in stilistischer und inhaltlicher Form pragnanter festzuhalten. Diesem Vers erfuhr auch kunftig noch eine tragende Rolle, denn er entwickelte sich zum Leitspruch der russischen Symbolisten und konnte zudem auch den Titel von Tjutčevs Lebenswerk schmucken. Deshalb wirft sich die Frage auf, inwiefern in Silentium! die Problematik der Sprachskepsis und -kritik verarbeitet wurde und wie sich diese auf das Welt- und Menschenwelt auswirkt. Eine Analyse, die sich am Interpretationsschema von Prof. Dr. Birgit Harre orientieren wird, soll daruber Aufschluss geben. Im ersten Kapitel gilt es, kritisch zu untersuchen, wie sich der allgemeine Weltzustand und daruber hinaus die Beziehung zwischen Weltordnung und Weltbewohnern gestaltet. Anschlieend soll diese Erkenntnis in eine raumliche und zeitliche Konkretisierung eingeordnet werden. Im zweiten Teil wird unter anderem herauszustellen sein, wie sich die existentielle sowie soziale Verfassung des lyrischen Ichs in die Figurenkonzeption eingliedern. Ein weiteres Ziel besteht darin, zu analysieren, ob und inwieweit das lyrische Ich beispielsweise hinsichtlich korperlicher oder sexueller Gestaltung als lyrische
 

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