Feministische Koraninterpretation am Beispiel Amina Waduds

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GRIN Verlag, 2011 - 120 pages
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Magisterarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Orientalistik / Sinologie - Islamwissenschaft, Note: 1,5, Freie Universitat Berlin (Institut fur Islamwissenschaft), Sprache: Deutsch, Abstract: Der Name Amina Waduds ist vielen erst im Zusammenhang mit dem von ihr geleiteten Freitagsgebet in New York im Marz vergangenen Jahres bekannt geworden. Das Ereignis wurde in den Medien sensationalisiert, wenngleich die Reaktionen unterschiedlich ausfielen. So titelte die Welt am 21. Marz 2005 mit Weibliche Vorbeterin provoziert die islamische Welt" und suggeriert damit, dass die islamische Welt," wie sie hier heisst, ein Problem mit einer Frau als Vorbeterin hat. Auch zahlreiche Zeitungen in muslimischen Landern berichteten von dem Ereignis. Allen Reaktionen gemeinsam ist jedoch eines: Sie alle zitieren die Stimmen zahlreicher muslimischer Gelehrter, die erklaren, warum es islamisch eigentlich illegitim sei, dass eine Frau ein Gebet von Mannern und Frauen leitet. In jedem Fall scheint man den Eindruck vermitteln zu wollen, dass das, was Amina Wadud da getan hat, irgendwie unislamisch" sei. Vielen Islamwissenschaftlern war sie hingegen durch ihr Buch Qur'an and Woman" bekannt geworden, in dem sie den Versuch unternimmt, bestimmte Koranverse, die zur religiosen Legitimierung eines misogynen Frauenbildes und diskriminierender Praktiken benutzt werden konnen, neu zu interpretieren, wobei sie von einer im Koran verankerten Geschlechtergerechtigkeit ausgeht. Amina Wadud ist in der Tat unter Muslimen umstritten und wird nicht selten des Abfalls vom Glauben bezichtigt, ihre Ausserungen werden als unislamisch und unqualifiziert abgetan, meist ohne dass eine ernsthafte Auseinandersetzung mit ihrem Werk stattfindet. Gleichzeitig gibt es jedoch Glaubige, die in der Argumentation, den Positionen Waduds eine Legitimation und Bestatigung fur das finden, was sie sich erhoffen: dass es auch innerhalb eines islamischen Referenzrauhmens moglich ist fur Geschlechtergerechtigkeit zu streite
 

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