Figurendarstellung und Figurenentwicklung im "Kleinen Herr Friedemann" von Thomas Mann

Front Cover
GRIN Verlag, 2007 - 40 pages
0 Reviews
Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Ludwig-Maximilians-Universitat Munchen, 7 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Erzahlung Der kleine Herr Friedemann" von Thomas Mann gehort heutzutage nicht gerade zu den bekanntesten und meistgelesenen Werken eines Autors, der mit Romanen wie Die Buddenbrooks," Doktor Faustus," Der Zauberberg" aber auch mit Erzahlungen wie Der Tod in Venedig" oder Tristan" zu Weltruhm gelangte. Dennoch beinhaltet der Friedemann-Text schon einiges der kunstlerischen Asthetik, die das Schreiben Thomas Manns auszeichnet. Nach eigenen Angaben des Autors verhalf diese Erzahlung erheblich zu seinem literarischen Durchbruch1, was naturlich allein schon als Grund vollends genugt, sie naher zu beleuchten. Es stellt sich nun die Frage, worin seine Besonderheiten liegen? Das markanteste Merkmal der Erzahlung ist sicherlich die Figurendarstellung und -entwicklung der beiden Hauptakteure Johannes Friedemann und Gerda von Rinnlingen. Die Seminararbeit will die Figurenprofile dieser beiden Personen nachzeichnen. Hierbei soll insbesondere darauf Rucksicht genommen werden, inwiefern das Potenzial der Selbstzerstorung in Friedemann schon vor der Begegnung mit Gerda vorhanden war und wodurch diese Frau es schaffte, in dem Mann die Begierde nach Liebe und Leidenschaft neu zu wecken. Selbstverstandlich wird sich diese Arbeit zunachst auf die Erzahlung selbst stutzen und die darin dargestellten Figurenprofile schildern. An entscheidenden, interpretatorisch relevanten Stellen wird auch Literatur zum Thema herangezogen werden, unter der vor allem die Abhandlungen von Thomas Vaget, Fred Muller und Holger Rudloff von grosserer Bedeutung sind."
 

What people are saying - Write a review

We haven't found any reviews in the usual places.

Contents

Hinführung mit Erörterung der Fragestellung S
3
Gerda von Rinnlingen tritt in Friedemanns Leben
7
Sehnsucht und Motive in der Erzählung S
10
Wer vernichtet Friedemann? S
13
Quellen und Literaturverzeichnis S
16
Copyright

Other editions - View all

Common terms and phrases

Popular passages

Page 6 - Gut, sagte er zu sich, das ist zu Ende. Ich will mich niemals wieder um dies alles bekümmern. Den anderen gewährt es Glück und Freude, mir aber vermag es immer nur Gram und Leid zu bringen. Ich bin fertig damit. Es ist für mich abgetan. Nie wieder.
Page 4 - Die Hauptgestalt ist ein von der Natur stiefmütterlich behandelter Mensch, der sich auf eine klug-sanfte, friedlich-philosophische Art mit seinem Schicksal abzufinden weiß und sein Leben ganz auf Ruhe, Kontemplation und Frieden abgestimmt hat. Die Erscheinung einer merkwürdig schönen und dabei kalten und grausamen Frau bedeutet den Einbruch der Leidenschaft in dieses behütete Leben, die den ganzen Bau umstürzt und den stillen Helden selbst vernichtet.
Page 10 - Leiden befreit und hinübergerettet zu sein in die Ruhe? Ach, Ruhe, Ruhe war es ja, was er wollte!

Bibliographic information