Fiktionalität und Erzählen im "Parzival" Wolframs von Eschenbach

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GRIN Verlag, 2008 - 64 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 1999 im Fachbereich Germanistik - Altere Deutsche Literatur, Mediavistik, Note: 1,3, Universitat zu Koln, 29 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Dem Roman der Moderne und Postmoderne sind als ihm exklusiv zukommende Merkmale Metafiktionalitat, Autoreflexivitat und Intertextualitat attestiert worden. Bereits eine kursorische Lekture von Wolframs Parzival genugt, um diese Phanomene auch fur einen mittelalterlichen Text - man mag ihn nun als Artusroman, als hofischen Roman oder als hofisches Epos bezeichnen - in einem Grade nachzuweisen, der frappiert und insofern einer Erklarung bedarf. Dabei fallen insbesondere diverse Kommunikationsprozesse ins Auge: Der Erzahler adressiert mehrfach das Publikum, spricht andere Autoren an, unterhalt sich mit allegorischen Figuren (vrou minne, vrou witze und vrou aventiure), stellt poetologische Reflexionen an, die er en passant oder auch engagiert dem Rezipienten mitteilt, und inszeniert fortwahrend sowohl diesen Kommunikationskomplex als auch sich selbst und sein Erzahlen.1 Dadurch verandert er den Fiktionalitatsgehalt des Werks, irritiert den Leser bzw. Horer kontinuierlich, posiert, kokettiert mit seiner vermeintlichen Inkompetenz und relativiert etliche Aussagen.2 Die Komponente des Spiels ist evident, jedoch kommen ein taktischer und ein epistemischer Aspekt hinzu. Das "Koordinatensystem aus Erzahlmaske und Erzahlhaltung"3 dient, so meine erste These, weniger einer Etablierung der Epik gegenuber dem Minnesang4 als vielmehr dazu, das Publikum in einen intellektuellen Agon zu verwickeln und zugleich eine Reflexion zu initiieren, die das Problem der Wahrheit und potentiell auch das der Autorkonstitution zum Gegenstand hat. [...]
 

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Contents

A Wolfram und die fiktionale Inszenierung
3
Reflexion Erkenntnis und Desillusionierung
11
Dimensionen der Intertextualität
18
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