Film ohne Medium - Rudolf Arnheims Neuer Laokoon und die Kritik am Sprechfilm

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GRIN Verlag, 2008 - 28 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Theorien, Modelle, Begriffe, Note: 1,0, Universitat Konstanz, 13 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Beinahe 200 Jahre nach der Veroffentlichung von Lessings Laokoon scheint eine Neuformulierung asthetischer Gestaltungsmoglichkeiten unter modernen Gesichtspunkten virulent zu werden. Denn vollig unabhangig voneinander erscheinen zunachst 1938 Rudolf Arnheims "Neuer Laokoon," der uber die relativ neue mediale Form des Sprechfilms reflektiert, und im Jahre 1940 die Schrift "Towards a newer Laokoon" des amerikanischen Kunstkritikers Clement Greenberg. Was beide Texte mit dem Laokoon der Aufklarung verbindet ist die Methode, die asthetischen Moglichkeiten und Grenzen der jeweils einzelnen Darstellungsform auf semiotischer und medialer Ebene zu bestimmen. Wahrend bei Greenberg jedoch starker der mediale Aspekt der Malerei hervorgekehrt wird, so verharrt Arnheim in seiner Argumentation auf der semiotischen Ebene des Films. Das Ausbleiben einer Reflexion der medialen Bedingungen muss bei einem Autor wie Arnheim jedoch verwundern, da er bereits zuvor ausfuhrlich genau jene zu systematisieren versuchte. Die Beschrankung auf die Semiotik des Films lasst sich jedoch mit der Tendenz des Neuen Laokoon erklaren. Denn Arnheims "Gefuhl des Unbehangens" am Sprechfilm entrollt eine Argumentation, die Belege dafur liefern will, "den Bereich des Dialogs kunstlich" einzuschranken und damit den Sprechfilm auf die Funktion des "getreuen Festhalten[s] der von Natur und Mensch hervorgebrachten optischen und akustischen Erscheinungen" zu reduzieren. Im Folgenden wird nun zu zeigen sein, wie diese normative Tendenz unter Berucksichtigung der materiell-medialen Bedingungen nicht aufrecht zu halten ware. Arnheims semiotisch fundierte Beschneidung des Sprechfilms soll deshalb anhand der drei Bereiche Produktion, Werk und Rezeption mit einer damals schon moglichen Reflexion uber die Medialitat des

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