"Fortunatus" - Kann das Reisen zur Integration in die Gesellschaft verhelfen?

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GRIN Verlag, 2011 - 36 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Literaturwissenschaft - Mittelalterliche Literatur, Philipps-Universitat Marburg, Sprache: Deutsch, Abstract: 1509 wurde in Augsburg der Prosaroman Fortunatus, welcher in dieser Hausarbeit untersucht werden soll, herausgegeben. Der Text entstand im Spatmittelalter und nimmt Bezug auf den beginnenden strukturellen sozialen Wandel, auf die "fruhkapitalistische Wirtschaftsentwicklung" und den Umgang mit Reichtum und somit vor allem Geld. Die Reisen des Protagonisten stehen im Mittelpunkt des Romans. Der Ursprung des Wortes Reisen liegt in dem althochdeutschen Wort risan, das so viel bedeutet wie "aufstehen, sich erheben, aufbrechen zu kriegerischer Unternehmung." Das Thema baut auf dem Hintergrund auf, dass die Reisetatigkeit zunehmend intensiver wurde und die Zeit der Entdeckungsfahrten begann. Es kamen neue Aufbruchsmotivationen zu Tage, dies waren vor allem das Streben nach Erfahrungen, nach 'experienz' und der "verwerflichen menschlichen Wissbegier," u auch bekannt unter dem Begriff der 'curiositas', der Neugier. Das Reisen an sich ist zu der Zeit keine neue Tatigkeit, lediglich ihre Motive haben sich verandert. Impliziert wird demnach die Nicht-Freiwilligkeit. Ublich waren Kaufmanns-, Boten- und Pilgerreisen, jedoch keine Reisen rein aufgrund des Vergnugens oder der Lust. Es soll in dieser Arbeit untersucht werden, ob ein Mangel an Integration durch das Reisen kompensiert oder gar ganz behoben werden kann.
 

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