"Frömmigkeit" - Begriffsgeschichtliche Untersuchung

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GRIN Verlag, 2007 - 44 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Germanistik - Semiotik, Pragmatik, Semantik, Note: 2,5, Christian-Albrechts-Universitat Kiel (Institut fur Wirtschafts- und Sozialgeschichte), Veranstaltung: Modul A - Begriffsgeschichte, 15 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: Diese Arbeit untersucht die historische Semantik der Begriffe "Fromm" und "Frommigkeit.", Abstract: Die Begriffsgeschichte stellt einen Zweig der Kultur- und Geschichtswissenschaften dar, der sich mit der Geschichte der Sprache, genauer mit der historischen Semantik von Begriffen und Wortern auseinandersetzt. Sie versucht, durch die Beschreibung von sich verandernden Begriffsinhalten den Wandel von Wirklichkeitsauffassungen zu verfolgen und zu erklaren. Die daraus entspringende Erkenntnis ist nicht nur eine Erkenntnis des sich andernden Begriffsgebrauchs und ein Wissen um alte Bedeutungen von Wortern, sondern sie kann auch gesellschaftliche Zusammenhange erhellen, die auf den untersuchten Begriffen basieren. Sofern man Sprache als konstituierendes Element fur gesellschaftliche Erfahrungen ansieht, fungiert eine Begriffsgeschichte auch als Geschichte des gesellschaftlichen Bewusstseins. Da Sprache nicht nur neutrales "Kommunikationsmedium" ist, sondern wesentlich zur Formung gesellschaftlicher Wirklichkeit beitragt, verspricht die Untersuchung des sprachlichen Niederschlags bestimmter gesellschaftlicher Ereignisse Aufschluss uber die Ereignisse selbst und das gesellschaftliche Bewusstsein hinter ihnen. Den engen Zusammenhang zwischen Sprache und Erkenntnis bezeichnet sehr treffend Friedrich Holderlin: "So wie die Erkenntnis die Sprache ahndet, so erinnert sich die Sprache der Erkenntnis." Der Blick auf die verschiedenen Verwendungsmoglichkeiten der Begriffe "Frommigkeit" und "fromm" zeigt ihre semantische Uberfrachtung im heutigen Sprachgebrauch und dass die Verwendung dieser Begriffe Unklarheiten unterliegen muss. Diese Arbeit soll den Bedeutungswandel des Begriff"
 

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Contents

Einleitung
2
Entstehung des Begriffes
4
Frömmigkeit im biblischen Gebrauch
5
Frömmigkeit in Schriftgut außerhalb der Bibel
9
Frömmigkeit in außerchristlicher Literatur
11
Säkularisierung als Grund für die Bedeutungsverschiebung von Frömmigkeit
13
Frömmigkeit in der systematischen Theologie
14
Frömmigkeit als negativ aufgeladener Begriff
15
Literaturverzeichnis
16
Copyright

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Common terms and phrases

Popular passages

Page 14 - Gefühlen unterscheiden, also das sich selbst gleiche Wesen der Frömmigkeit ist dieses, daß wir uns unsrer selbst als schlechthin abhängig, oder, was dasselbe sagen will, als in Beziehung mit Gott bewußt sind.
Page 11 - Es kann der Frömmste nicht im Frieden bleiben, Wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt.
Page 6 - Und der HERR sah gnädig an Abel und sein Opfer, aber Kain und sein Opfer sah er nicht gnädig an.
Page 14 - Die Frömmigkeit, welche die Basis aller kirchlichen Gemeinschaften ausmacht, ist rein für sich betrachtet weder ein Wissen noch ein Tun, sondern eine Bestimmtheit des Gefühls oder des unmittelbaren Selbstbewußtseins.
Page 5 - Ich bin der allmächtige Gott, wandle vor mir und sei fromm und ich will meinen Bund zwischen mir und dir machen, und will dich fast sehr mehren.
Page 5 - Jahre alt war, erschien ihm der Herr und sprach zu ihm: Ich bin der allmächtige Gott; wandle vor mir und sei fromm. Und ich will meinen Bund zwischen nur und dir schließen und will dich über alle Maßen mehren.
Page 9 - Unser täglich Brot gib uns heute. Was ist das? Antwort: Gott gibt täglich Brot, auch wohl ohne unsere Bitte, allen bösen Menschen; aber wir bitten in diesem Gebet, daß er's uns erkennen lasse und mit Danksagung empfangen unser täglich Brot.
Page 6 - Wenn du fromm bist, so kannst du frei den Blick erheben. Bist du aber nicht fromm, so lauert die Sünde vor der Tür, und nach dir hat sie Verlangen; du aber herrsche über sie.
Page 7 - Verge? *Denn siehe, die Gottlosen spannen den Bogen, und legen ihre Pfeile auf die Sehnen, damit heimlich zu schießen die Frommen.

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