Gallus Oheims Chronik von Reichenau

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Litterarischer Verein, 1866 - Reichenau, Ger. ((Baden) Benedictine abbey) - 246 pages
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Popular passages

Page 117 - IN die reisz vnd schwüren zusammen, vnd was einer gewün, te solt er mit dem andern teilen. Da sie schier da hin kamen, da macht sich der eine kranck, vnd was erschrocken, der ander für für sich vnd gieng im wol, vnd bracht wol drü hundert guldin daruon. Da er wider zu seinem gesellen kam, da füren sie wider mit einander heim. Der kranck man wartet als wan sein gesel das gelt mit im teilen wolt. Er sprach vff ein zeit zu im vff dem feld, gesel bistu yngedenck des packs, so wir mit einander gemacht...
Page 14 - Vnd auch die vff den schlössern vnd bergen wonen vnd geil sein, erschrockenliche vnd ernstliche ding finden, da von sie gebessert werden.
Page 106 - ... trüw ist, dieweil sie lebt, so hat sie das ampt einer frumen frawen erfült. Meinstu das sie deiner kalten eschen (Gelido cineri.) als Vergilius spricht, solt trüw bleiben. Es sein vil erenfrawen, die ander man nemen in irem gemüt, dieweil ire man noch leben. Ja gedencken sie, stürben ire man, wa woltestu ein hübschen, tugenthaffteren, reichern man vberkumen dan den, vnd schat inen an iren eren nichtz, wan man spricht, gedencken ist zol fry, es kan kein man seiner frawen gedencken weren,...
Page 206 - Der keiser kam vnd liesz den blinden fragen, wa er den kuchen hin het gethon. Der blind sprach, er het mit dem andern blinden getuscht, wan er wer leichter gewesen dan der sein. Da sprach der künig, der ander blind hat noch recht geschruwen, das dem wol geholffen ist dem got wil helffen, du solt nichtz haben, darumb bleib du in dem eilend. Von schimpff das .cccxxvii.
Page 347 - ... iren drei weit von ein ander, vnd ieder solt sprechen, wie wilt du den hund geben, der bawer zoch daher, vnd kam zu dem ersten, der sprach, bawer wie gibst du den hund, der bawer sprach, es ist doch kein hund, es ist ein schaff, der sprach sichstu das für ein schaff an, der bawer kam zu dem...
Page 139 - ... ein iszschmarren von dem dach da herab genumen vnd hab in gessen, vnd ist das kind darusz worden, das zu einem zeichen, so heiszt es glacies yszschmarren. Der gut man schweig stil, vnd wolt nit vil darusz machen wan wen ein man sein eefrawen schent, so ist er vor geschent, er gedacht auch, werestu bei ir gewesen, so wer semlichs nit geschehen, hastu...
Page 71 - Da er zü der kirchen yngieng, da stünt dy dochter vff, vnd gieng im entgegen, vnd bot im die hand, vnd hiesz in wilkumen sein, vnd sprach. Das ist mein frünt, von dem ich gesagt hab. Der ritter sprach was bekümerst du die arme dochter, du soltest mit mir in den turner faren. Der tüffel sprach, erlaub mir in deinen leib züfaren, so wil ich mit dir. Der ritter sprach nein. Der tüffel sprach, lasz mich in deinen sattel faren. Der ritter sprach nein. Der tüffel sprach, wa hin wiltu mir dan erlauben....
Page 123 - ... vnd falschen gewerb, betrug, vermischen eins vnder das ander, da ein pfennig den andern gewint, ein guldin den andern, da wintzlet dein conscientz nit wider dich, du hast es für ein recht, darumb so werden me menschen verdampt vmb der geitigkeit willen, dau vmb keiner sünd willen. Dan wan ein mensch gelt hat, so bringet er zewegen was er wil. Der weisz man spricht. (Peccunie omnia obediant.) Dem gelt sein alle ding gehorsam.

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