Gammler in der BRD: Eine Subkultur erschüttert die Wohlstandsgesellschaft

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GRIN Verlag, Mar 25, 2011 - History - 28 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Neueste Geschichte, Europäische Einigung, Note: 5,5, Universität Bern (Historisches Institut), Sprache: Deutsch, Abstract: Inhaltsverzeichnis 1. Einleitung 3 1.1 Literatur zum Thema 4 2. Hauptteil 6 2.1 Die Gammler: Eine nonkonformistische Subkultur 6 2.1.1 Wer waren die Gammler? 6 2.1.2 Leitmotive der Gammler: Nonkonformismus und Individualismus 8 2.1.3 Waren die Gammler eine politische Bewegung? 9 2.1.4 Wie sahen Gammler aus? 10 2.1.5 Versammlungsorte und Treffpunkte 12 2.2 Kulturelle Praktiken der Gammler 15 2.2.1 Mobilität und Reisen 15 2.2.2 Müssigkeit und Nichtstun 17 2.2.3 Besitzlosigkeit und Konsumverweigerung 19 2.3 Reaktionen auf die Gammler 22 3. Zusammenfassung und Fazit 25 4. Quellenverzeichnis 28 1. Einleitung "Dann kamen die Gammler. Sie probten keinen Aufstand, sie erhoben sich nicht. Sie legten sich nieder. Die jungen Helden waren müde. Sie kreierten die langsamste Jugendbewegung aller Zeiten: den Müssiggang." Im Zuge der soziokulturellen Veränderungen während der „langen Sechziger Jahre“ , entstanden immer wieder unterschiedliche gegenkulturelle Subkulturen, welche die gesellschaftliche Ordnung in verschiedener Weise und in unterschiedlichem Ausmass zu bedrohen schienen. Aber kaum eine andere Subkultur vermochte die breite Öffentlichkeit derart in Aufregung zu versetzen, wie dies die sogenannten Gammler taten, die sich zwischen 1965 und 1967 auf öffentlichen Plätzen westdeutscher Grossstädte trafen und ihre Zeit mit Herumsitzen und Nichtstun verbrachten. Mit ihrer offen zur Schau gestellten Müssigkeit erregten sie Ärger und Neugier der Bundesbürger. Dabei waren die Gammler weder aggressiv noch laut. Sie wollten die Welt nicht programmatisch verändern, sondern im Grunde nur in Ruhe gelassen werden. Doch wer waren diese Jugendlichen, die gemäss einer Umfrage 56% der Westdeutschen zur Arbeit zwingen lassen wollten? Wie konnte es also sein, dass diese neue jugendliche Sozialfigur mit langen Haaren, zerfransten Jeans und verschiedenfarbigen Socken , die nur wenig politisches Engagement an den Tag legte , in weiten Kreisen der westdeutschen Gesellschaft eine derart hysterische Reaktion auslöste, dass gar Bundeskanzler Ludwig Erhard meinte, dass, solange er regiere, er alles tun würde, um dieses „Unwesen“ zu zerstören? Diese und andere Fragen sollen in vorliegender Arbeit beantworten werden. Der Fokus richtet sich dabei einerseits darauf, die subkulturellen Eigenheiten der Gammlerkultur zu umreissen und darzulegen.
 

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Contents

Zusammenfassung und Fazit
21
Quellenverzeichnis
24

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2.1 Die Gammler 60er Jahre Abkehr Ausdruck Beat Beatmusik,Gammler Beatniks beispielsweise Besitzlosigkeit und Konsumverweigerung Born Bundesbürgern Bundesrepublik dezidierte Gammler Dieter Baacke Frankfurt 1969 Freizeit Fremdbestimmung Gammeln Gammler eine politische Gammler ihre nonkonformistische Gammlerbewegung Gammlerkultur gammlerspezifische Uniform Gäsche Gegengesellschaft Göttingen 2006 GRIN Verlag grosse Grossstädte Habermas Hochschulreform Hodenberg Hollstein hält http://www.bpb.de/themen/K2D2ZK,1,0,Swinging_Sixties.html individualistische Innenstädten Internet Ironischerweise Jahren der BRD Jugendbewegung Jugendkultur der 60er Kleidung Konformität Konformität der Wohlstands Konsum und Politik Konsumverweigerung Kopenhagen Kulturrevolution um 1968 lange Haare langen Sechziger Leben Lebenskonzept Leistung Leopoldstrasse Literatur zum Thema Margret Kosel München my Side Nichtstun und Müssigkeit Nonkonformismus und Individualismus nonkonformistische Haltung nonkonformistische Subkultur Öffentlichkeit passiven Protest Pelke Phänomen Polizei Praktiken der Gammler Presse Schildt schleichende Revolution Selbstzeugnissen Side soziale Spiegel sprachlose Opposition Stadtstreicher Statussymbole Süddeutsche Zeitung Swinging Sixties Teile der Gesellschaft Time Tina Gotthardt Trampen unsere Untergrund unterschiedliche viele Jugendliche Walter Hollstein wenig politisches Engagement westdeutschen Jugendkultur Wild Wirtschaftswunders Wohlstandsgesellschaft wollten zerfranste Jeans

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