Ganz ohne Pinsel gemalt: Studien zur Darstellung der Produktionsstrukturen niederländischer Malerei im Schilder-Boeck von Karel van Mander (1604)

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Lang, 2003 - Painting - 219 pages
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Karel van Manders Schilder-Boeck von 1604 ist eine der komplexesten kunsthistoriographischen und kunsttheoretischen Quellenschriften zur Malerei der Frühen Neuzeit. Angesichts der theoretischen Gewichtung sind dem Schilder-Boeck maltechnische Inhalte bislang konsequent abgesprochen worden. Die Vielzahl der in den Lebensbeschreibungen und im Lehrgedicht abgelagerten technischen Hinweise lässt jedoch auch eine auf die Malpraxis bezogene Lesart des Textes zu. Denn gerade durch die Einbeziehung von produktionsrelevanten Aspekten vermag van Mander zwei wesentliche Intentionen seiner Theoriediskussion argumentativ zu stützen: Die Widerlegung der von Vasari beanspruchten kulturellen Autorität der italienischen Malerei und die Formulierung eines demonstrativen Protests gegen das einengende, jeglichen künstlerischen Fortschritt hemmende Regelwerk der niederländischen Zünfte.

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Contents

Einleitung
1
Den Grondt der edel vry Schüderconst Van Manders
7
Die Prägung technischer Normen und Werte
14
Copyright

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About the author (2003)

Der Autor: Achim Stanneck wurde 1960 in Kettwig geboren. Studium der Kunstgeschichte, Archaologie und Ur- und Fruhgeschichte an der Universitat Bochum. 1985 Magisterexamen. 2000 Promotion in Kunstgeschichte. Lebt und arbeitet als Kunsthandler, Restaurator und Sachverstandiger fur Gemalde in Solingen.

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