Gattungsproblematik und Protagonistenfrage in Franz Kafkas 'Vor dem Gesetz'

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GRIN Verlag, 2007 - 36 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,0, Bayerische Julius-Maximilians-Universitat Wurzburg (Institut fur Literaturwissenschaft), Veranstaltung: Proseminar, 18 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In einer Franz Kafkas (1883 - 1924) extrem kurzen Erzahlungen Vor dem Gesetz," welche Teil des Romans Der Prozess" ist, geht es um einen einfachen (ungebildeten) Mann vom Lande, der zum Gesetz mochte, jedoch verwahrt ihm ein Tursteher, der vor den offenen Toren des Gesetzes scheinbar nur auf ihn gewartet hat, den Eintritt. Von dem Wachter eingeschuchtert, verbringt der Mann den ganzen Rest seines Lebens vor diesen Toren und erst kurz bevor er stirbt, offenbart ihm der Turhuter, dass er, der Mann, der einzige war, der durch diese Tore ins Gesetz hatte hineinkommen konnen. Diese Erzahlung war fur Kafka personlich von besonderer Bedeutung: Nachdem er diesen Text niedergeschrieben hatte, empfand er ein tiefes Zufriedenheits- und Glucksgefuhl," was er sonst bei keinem seiner Prosastucke je erlebte. Man sagt auch, dass es seine tiefsten Geheimnisse [birgt] und Kafkas Eigenstes [wiederspiegelt]" . Kafka war selbst immer ein Einzelganger und wurde vor allem von seinem dominanten Vater sein ganzes Leben lang insofern beeinflusst, dass seine Werke, so wie auch dieses, voller Unterwurfigkeit und Angst, Frustration und Depression sind. Das Thema der bedruckenden Schuld des Protagonisten, welches sich wie ein roter Faden durch die ganze Geschichte zieht, tritt am deutlichsten gegen Ende der Geschichten auf. Kafka schafft in allen seinen Romanen und Erzahlungen eine alptraumartige und bedruckende Atmosphare. Dies gelingt ihm, indem er die Realitat mit der Phantasie vermischt und beides in eine Art groteske Ironie versetzt. Es stellen sich bei Kafkas Werken viele verschiedene Fragen, interpretatorische, wie auch stilistische. Die meisten Diskussionen uber Interpretationen sind nur unter Berucksichtigu"

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