Gedichtinterpretation von Ovids 'Amores 1,6'

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GRIN Verlag, 2007 - 44 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Klassische Philologie - Latinistik - Literatur, Note: 1,3, Humboldt-Universitat zu Berlin (Klassische Philologie), Veranstaltung: Ovid, Amores, 13 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: [...] Diese allgemeinen Charakteristika lassen sich auch bei Ovid finden. Wahrend in der vorovidischen Dichtung das Pathos der Liebe und des willkurlich- unerbittlichen Liebesgottes auf ernsthafte Weise behandelt wurde, fasst Ovid Liebe als ein nicht so ernst zu nehmendes Spiel auf, das durch die Regeln und Topoi der Vorganger schon festgelegt ist2. Brooks Otis sieht Ovids Liebeselegie sogar als eine reductio ad absurdum" der Gattung wie sie fur Properz und Tibull charakteristisch war, die sich durch Umschweife und irrefuhrende Ernsthaftigkeit"3 auszeichnet. Ovid entwickelt das Thema in Anlehnung an Tibull und Properz, die zum tragischen Genus tendierten, zwar spielerisch und komisch, aber mit dennoch tauschend echter Ernsthaftigkeit. Die Amores bestehen, so wie sie uns in der zweiten Ausgabe uberliefert sind, aus drei Buchern. Von den funfzehn Gedichten des ersten Buches sind die Elegien zwei bis sieben und neun bis vierzehn thematisch parallel angeordnet; sie werden umrahmt von den Programmgedichten eins, acht und funfzehn4. Der Grund fur das Verfassen einer Elegie (am. 1.1) ist der Liebesgott Amor, der ein Versmass stahl und den Dichter mit einem Liebespfeil traf, so dass dieser von seinem Vorhaben ein Epos zu schreiben abkam und sich in Corinna verliebte. So wie sich die Erfullung in der Liebe (1.5) und die Absage (1.12) gegenuberstehen, so entsprechen sich auch die Elegie 1.6, die hier genauer analysiert werden soll, mit der nachtlichen Klage vor der Tur der Geliebten und die Elegie 1.13 mit dem Abschied am Morgen. Im folgenden mochte ich zeigen wie Ovid das bekannte Motiv des Paraklausithyron auf ausserst witzige, amusante Weise entwickelt, indem er den exclusus amator lacherlich macht, und doch oberflachlic"
 

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