Gegenläufige Gedächtnisse: über Geltung und Wirkung des Holocaust

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Vandenhoeck & Ruprecht, 2007 - History - 128 pages
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English summary: The essay reflects historically and conceptually juxtaposed continental and colonial memories on WWII and the Holocaust. German description: Die Erinnerung an Massenverbrechen konstituiert die Parameter einer universellen Ethik. Hierfur war das Gedachtnis des Holocaust begrundend. Der Vernichtung der europaischen Juden kam eine paradigmatische Bedeutung zu. Inzwischen fordern auch andere Gedachtnisse an Massenverbrechen offentliche Erinnerung und damit Anerkennung ein. Ein solcher Pluralismus der Gedachtnisse birgt ein nicht unerhebliches Konfliktpotential, vor allem dann, wenn die unterschiedlichen Leiderfahrungen auf ein und dasselbe historische Ereignis zuruckgefuhrt werden - den Zweiten Weltkrieg. Dann stellen sich gegenlaufige Konstellation und Konkurrenzen der Erinnerung ein - nicht nur zwischen den politischen Kulturen des westlichen und des ostlichen Europas, sondern auch und gerade zwischen europaischen und kolonialen Gedachtnissen. Dan Diners Essay nimmt das Problem gegenlaufiger Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg und den Holocaust begrifflich und gedachtnisgeschichtlich auf. Indem er sich nochmals der Bedeutung von Auschwitz als Zivilisationsbruch versichert, werden vor eben diesem Hintergrund die Voraussetzungen historischen Urteilens und der Anerkennung in der Erinnerung reflektiert. Dramatisch kundigen sich hier Unterschiede, ja Gegensatze zwischen westlichen und auaereuropaischen Kulturen an - vor allem der des Islam.

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Contents

Vorrede
7
Kontinentale Verschiebungen
42
Koloniale Verwerfungen
64
Copyright

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About the author (2007)

Dan Diner is Professor at the Ben-Gurion University of the Negev, Beer-Sheva, and Director of the Simon Dubnow Institute for Jewish History and Culture at Leipzig University.

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