Gegenstandsbezogene Theoriebildung - Der Ansatz der Grounded Theory

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GRIN Verlag, Apr 25, 2003 - Education - 23 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Pädagogik - Wissenschaft, Theorie, Anthropologie, Note: 1, Philipps-Universität Marburg (FB Erziehungswissenschaften), Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit beschäftigt sich mit der gegenstandsbezogenen Theoriebildung, der sogenannten „Grounded Theory“(GT) nach Anselm Strauss und Barney G. Glaser. Diese Form der Theorieentwicklung ist ein Instrument der qualitativen Sozialforschung. Das Kernstück dieser Methode ist, dass man nicht wie bei anderen Methoden in der qualitativen Sozialforschung, mit einer Hypothese an den Forschungsprozess herangeht, sondern dass man im Laufe des Forschungsprozesses eine Theorie zu dem untersuchten Gegenstand entwickelt. Nicht nur das Ergebnis, sondern der Forschungsprozess selber stehen im Mittelpunkt. Die GT ist eine besondere qualitative Methode zur Erhebung, Anordnung und Auswertung sozialer Daten. Sie dient der Erarbeitung empirisch fundierter Theorien. Diese Methode wurde von zwei Soziologen in den frühen 60er Jahren entwickelt. Barney Glaser und Anselm Strauss entwarfen diesen Forschungsstil gemeinsam vor den folgenden Hintergründen: „ die Notwendigkeit ins Feld zu gehen um zu verstehen was geschieht; die Bedeutung von wirklichkeitsverankerten Theorien für die Entfaltung einer fachlichen Disziplin; die Betonung von Veränderung und Prozess und der Variabilität und Komplexität des Lebens; die Zusammenhänge zwischen Bedingungen, Bedeutungen und Handeln.“ (Strauss & Corbin 1996, S.9) Dazu entwickelten sie eine Vielzahl von Techniken und Verfahrensweisen, die dem Forscher als Werkzeuge dienen sollten, um eine „in den Daten begründete Theorie“ zu entwickeln (Strauss & Corbin 1996, VII). Die Gewinnung der Daten geschieht durch die üblichen Methoden in der Sozialforschung, wie z.B. dem Interview, der Feldbobachtung, der Analyse von Dokumenten und Statistiken. Das bedeutet, dass man nach der Gewinnung der ersten Daten diese qualitativ analysiert und eine Reihe von charakteristischen Merkmalen aufstellt. Diese Merkmale werden u.a. mit Hilfe des „Theoretical Sampling“ herausgearbeitet und durch kontinuierliches Vergleichen und die Anwendung verschiedenster Kodierparadigmen verdichtet. An diesem Punkt tritt das Hauptmerkmal dieser Methode in den Vordergrund: Die Zirkularität. Zirkularität bedeutet hier ein Wechsel von Datenerhebung, Analyse und theoretischem Sampling bis eine Sättigung erreicht ist. Dies geschieht immer mit dem Ziel, Konzepte zu entwickeln und zu verdichten, um eine theoretische Wiedergabe der Wirklichkeit zu erzeugen, also eine gegenstandsbezogene Theorie.
 

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