Gehörlose Juden: eine doppelte kulturelle Minderheit

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Lang, Nov 30, 2003 - History - 143 pages
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Eine doppelte kulturelle Minderheit, Gehorlose Juden, wird hinsichtlich ihrer Identitatsentwicklung unter padagogisch-psychologischen und historischsoziologischen Aspekten analysiert. Die judische Geschichte dient zur Einfuhrung der erlebten Erfahrung als judische Person wie in der Assimilation einerseits und Deaf History (Gehorlosengeschichte) bedingt durch Zwangsoralismus als gehorlose Person andererseits. Letztlich wird die Geschichte der gehorlosen judischen Gemeinschaft in einer nichtjudischen oralen Mehrheitsgesellschaft dargeboten. Die Deaf History bietet die Grundlage zum Verstandnis der Bedeutung der Gebardensprache und Gehorlosenkultur, die relevant fur die Identitatsentwicklung Gehorloser und gehorloser Juden sind. Wesentliche Begriffe wie Deaf-Identitat und -Pride, Deaf-Culture, Think-Hearing, Oral sowie Muttersprache der Gehorlosen werden behandelt wie auch Assimilation und judischer Selbsthass. Die Bezugnahme auf kulturelle und sprachliche Aspekte erlautert und manifestiert die Festlegung Gehorloser als sprachliche Minderheit, die nicht unter der Kategorie Behinderte anzusiedeln ist. Der Identitatskonflikt, der aus der Zugehorigkeit zu zwei Minderheitengruppen resultiert und so eine Potenzierung erfahrt, wird mittels eines Ruckblicks auf die Geschichte und Interviewer-hebungen aus Deutschland, Russland und USA analysiert. Hierbei werden Probleme innerhalb der judischen und Gehorlosengemeinschaft (die auch durch den Nationalsozialismus und Antisemitismus evtl. bedingt sind) angesprochen und Losungsvorschlage dargestellt.

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Contents

Juden als Minderheit
47
Jüdische Identität
64
Teil III
73
Copyright

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