Geheimnisse: Über die Ambivalenz von Wissen und Nicht-Wissen

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Deutscher Universitätsverlag, Jul 29, 2004 - Social Science - 156 pages
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Unabhangig von, aber doch zeitlich parallel zur Renaissance Georg Simmels und sei nes Werkes innerhalb der Soziologie hat auch die Kommunikationswissenschaft Sim mel als auBerordentlich anregenden und fruchtbaren Vorliiufer und Vordenker wieder entdeckt. Dass sein Konzept der Wechselwirkung und die daraus hervorgegangenen Analysen dem Kommunikationsprozess und seinen Merkmalen sehr nahe kommen und dass seine Soziologie der Sinne Grundlegendes zur Frage der Konstitutionsbedin gungen einfacher Sozialsysteme bzw. der Vis-a-vis-Kommunikation beitriigt, beginnt sich allmiihlich herumzusprechen. Immer noch recht wenig bekannt jedoch, wenn dazu auch aus den letzten Jahren einige erste vorsichtige Untersuchungen vorliegen, ist Simmels brillante, von tiefer Einsicht in kommunikative Probleme und Zusammenhange zeugende Analyse des Geheimnis ses und der Geheimgesellschaft. Genau an diese Arbeit von Georg Simmel und an de ren Rezeption und Weiterentwicklung in den Studien von Stok, Goffman, Sievers, Westerbarkey, Bellebaum und anderen schlieBt die vorliegende Untersuchung aus kommunikationswissenschaftlicher Perspektive an und stellt dabei, auf Simmel bezo gen, die Dialektik von Wissen und Nichtwissen, von Niihe und Distanz in den Mittel punkt. Dabei ist es vomehmliches Ziel Claudia Schirrmeisters, das Geheimnis als die rigideste Form der bewussten Verhinderung von Wissen in Interaktion zu betrachten und zu analysieren und sein Wesen als Kommunikationsmodus einerseits und als So zialform andererseits herauszuarbeiten.

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About the author (2004)

Dr. Claudia Schirrmeister ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fach Kommunikationswissenschaft an der Universität Duisburg-Essen.

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