"Gender/Queer/Feminist Studies" in Thomas Meineckes Roman "Tomboy": Gelebte Theorien als Persönlichkeitsproblem

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GRIN Verlag, 2008 - 40 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Johannes Gutenberg-Universitat Mainz, 6 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: Kommentare der Dozentin: -eine ganz hervorragende und sehr kundige Interpretation - trotz sprachlicher Fluchtigkeiten (die auch dem Zeitdruck geschuldet sein durften) 1,0, Abstract: Der Tomboy von Meinecke bietet sowohl ein Archiv der wichtigsten feministischen Veroffentlichungen und Stromungen als auch eine Momentaufnahme der zeitgenossischen Kultur der 90er Jahre.Der Roman ein Multimix-Song aus unzahligen Quellen, in dem die Figuren lediglich als Diskurs-Interpreten agieren: Sie dienen ausschlielich der Performance auf der Gender Trouble -Buhne, sie sind "Typen" ohne eigenen ausgearbeiteten Charakter. Die Tomboy Figuren verkorpern jede fur sich gewisse Typen, die dem von Judith Butler proklamierten "Gender Trouble" zugeordnet werden konnen, z.B. Vivian als ambiger "Tomboy," Angela als "Cross-Dresser" oder Frauke als "Butch"-Lesbierin. Keine der Charaktere entspricht vordergrundig einer klassischen, eindeutig zuschreibbaren Geschlechterrolle. Auch ihre gesamten Lebensweisen prasentieren sich als pure Reproduktion der Gender- und Feminismusdiskurse, "Handlung wie Personen tragen das Buch nicht, sondern dienen allein dem Transport des Diskurses und seiner Reflexion" (Baler 137). Somit stellt sich die Frage, ob gelebter "Gender Trouble" im Tomboy als personlichkeitsnegierend transportiert wird, d.h. nicht nur in einer Verkunstlichung der eigenen Personlichkeit, sondern auch in einer Minimierung personlicher Beziehungen resultiert. Am Ende steht zur Debatte, ob der von Meinecke integrierte "Gender Trouble" in der Textrealitat erfolgreich ist, d.h. das binare heteronormative Geschlechtermodell aufzubrechen schafft, oder vielmehr als kunstlich angeeignete Rollenimitation gewertet werden sollte, die Personlichkeit unterdruckt anstatt sie neu zu kreieren und letzt

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