Gender - eine unverzichtbare Perspektive in einem neuen Humanisierungsprogramm

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GRIN Verlag, Aug 17, 2010 - Business & Economics - 3 pages
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Wissenschaftlicher Aufsatz aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Arbeitswissenschaft / Ergonomie, , Sprache: Deutsch, Abstract: Gender - eine unverzichtbare Perspektive in einem neuen Humanisierungsprogramm Seit den 90er Jahren, im Gefolge des Zusammenbruchs der sozialistischen Wirtschaftsgesellschaften und des zunehmenden internationalen Wettbewerbs wurden die Standards für Arbeit abgesenkt. Diese Tendenz war von großer Tragweite. So wurden in den Unternehmen jene Abteilungen bzw. Stellen vielfach abgebaut, die beanspruchten, kontinuierlich die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Allein an den Universitäten bzw. Technischen Hochschulen wurden die Professuren für Arbeitswissenschaft um ein Drittel reduziert und ebenso erging es jenen für Arbeitslehre (Frieling 2005). Heute, viele Jahre später, sind die Folgen dieser fragwürdigen Entwicklung allenthalben sichtbar, so die Zunahme von Belastungen/Beanspruchungen durch Arbeitsintensivierung, Qualifi kationsdefi zite wegen unzureichender (Weiter) Bildung, Entgelte unterhalb des sozio-kulturellen Existenzminimums und schließlich wachsende prekäre Beschäftigungsverhältnisse. Während die beiden ersten Aspekte bereits im Humanisierungsprogramm der 70er Jahre zentral waren, wären heute auf Grund der veränderten Arbeitswelt auch Entgelt und Beschäftigung ein vordringliches Thema. Eine Neuauflage des Programms würde zudem die Arbeitswissenschaft und mithin auch die Arbeitslehre stärken und neue Impulse setzen. Denn eine ausschließlich privat, von Unternehmen fi nanzierte Forschung erweist sich nicht erst angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise als unsicher und wenig zukunftsorientiert. Die Relevanz der Gender-Perspektive wird exemplarisch, mit Blick auf personenbezogene Dienstleistungen skizziert.
 

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