Generelle Aspekte einer Rhetorik der Stammesgesellschaften

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GRIN Verlag, 2007 - 60 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Rhetorik / Phonetik / Sprechwissenschaft, Note: 1,0, Eberhard-Karls-Universitat Tubingen (Seminar fur Algemeine Rhetorik), Veranstaltung: Rhetorische Anthropologie, 12 Literaturquellen Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Eine Analyse der Rhetorik der Stammesgesellschaften liefert im Idealfall nicht nur Aufschlusse uber die gegenwartige Redepraxis, die uns in fremden Kulturen begegnet, sondern verschafft Einblicke in die Formen der Kommunikation, die in einer prahistorischen Vergangenheit vorherrschten: Einer Zeit, als die Schrift noch nicht das Selbst- und Weltbild des Menschen unwiderruflich veranderte, als ein Begriff von Wissenschaft noch nicht existierte, als die sozialen Ungleichheiten sich noch auf einfache Aufgabenteilung nach Geschlecht und Alter beschrankten und es das Individuum nach modernem Verstandnis noch nicht gab. Der von der Kulturanthropologie gebrauchte evolutionare Ansatz kann uns helfen, den Forschungsgegenstand sinnvoll einzugrenzen. Dieses Modell, das vornehmlich dazu benutzt wird, kulturubergreifende Gleichheiten zwischen Gesellschaften hervorzuheben," geht davon aus, dass die adaptiven Verfahren, derer sich eine Gesellschaft zu ihrer Reproduktion bedient, in Verbindung mit ihrer Umwelt massgeblich zur Ausbildung ganz charakteristischer sozialer, politischer, und kultureller Strukturen fuhren. Im Allgemeinen werden vier Hauptgruppen adaptiver Strategien beobachtet: 1. Wildbeutertum (Jagen und Sammeln, Fischerei) 2. Niederer Bodenbau (Sesshaftigkeit, Gartenbau mit einfachsten Werkzeugen) 3. Hoherer Bodenbau (Ackerbau mit Pflug, Rad, Bewasserung) 4. Industrialismus (Nutzung von Maschinen) Diese Reihe adaptiver Strategien folgt der generellen Evolution der Menschheit in den Industrielandern. Aus dieser Perspektive ist es erlaubt, zeitgenossische Stammesgesellschaften als quasi prahistorisch" zu betrachten: Behutsame Interpretation ihrer Lebensweise kann zusammen mit arch"
 

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Generelle Aspekte einer Rhetorik der Stammesgesellschaften 19 aArs
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Page 20 - Some of these specialists have this role because of the place given them by tradition within their own clan, but many have acquired their positions by demonstrating their...
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Page 16 - more and more closed forms in which the differences are narrowed down and are funneled as it were towards a...

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