Geographien Normativer Aneignung

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GRIN Verlag, 2012 - 84 pages
Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung, Note: 1,0, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Sprache: Deutsch, Abstract: 1 Einleitung Bereits seit einigen Jahren gibt es in Deutschland die Diskussion über die Privatisierung des öffentlichen Raumes durch die vermehrt eingesetzte Videoüberwachung, wobei der schmale Grat zwischen Notwendigkeit und Überfluss dieser Maßnahme ermessen wird. In einigen Städten Deutschlands wurde, entgegen aller Kritik, bereits mit den visuellen Überwachungen begonnen, die ein verstärktes Sicherheitsempfinden versprechen sollen. Spätestens nach den Terroranschlägen des 11. Septembers 2001 ist sie Bestandteil unseres Lebens geworden (BARTSCH 2004:46), so dass ein jeder damit rechnen muss, auf Schritt und Tritt videoüberwacht zu werden (BELINA 2002:16). In Deutschland wurden allein Anfang 2000 mindestens 400.000 Kameras zur Überwachung öffentlich zugänglicher Räume betrieben, wobei es sich überwiegend um eine Überwachung durch Privatpersonen handelte. Die staatliche Überwachung des öffentlichen Raumes fiel dagegen geringer aus (MÜLLER 2008:20). Dennoch stellen diese Angaben kein verlässliches Bild der Verbreitung privater Videoüberwachung dar, weil sie immer noch keiner Bewilligungspflicht unterliegt und deshalb von jedem ohne Erlaubnis angewendet werden kann (KLAUSER 2004:106). Eine zunehmend vollständige Beobachtung wird von den meisten der in Forschungsstudien befragten Bürger akzeptiert. Entgegen beiläufiger Kritik haben sich fast alle Befragten an die verschiedenen Überwachungsapparate gewöhnt und nehmen die Versprechen einer Sicherheitsstabilisierung an, ohne ihre Privatsphären und persönliche Freiheit zu verteidigen oder gegen eine flächendeckende Überwachung zu protestieren (SOFSKY 2007:13). Während die Befürworter der visuellen Überwachung von einer Verstärkung der Inneren Sicherheit sprechen, befürc
 

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Contents

Inhaltsverzeichnis
2
Videoüberwachung als Form normativer Aneignung
10
Soziale Akzeptanz und Inakzeptanz der visuellen Überwachung
23
Zusammenfassung
33
Literatur
36
Copyright

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Common terms and phrases

Akteure Akzeptanz und Inakzeptanz allerdings alltäglichen angeeigneten Raum Angsträumen aufgezeichnet aufgrund BARTSCH Bedeutung Befragten beider Bereiche Beispiel BELINA Besucher Bevölkerung Beziehung Bildmaterial Blickfeld der Kameras demnach deshalb Einkaufszentren Exklusion face-to-face-Situationen gefilmt Geographien normativer Aneignung Geographien politischer Kontrolle Gesellschaft gläsernen Menschen Goethe Galerie Hausordnung Hierbei Hinweisschilder informationelle Selbstbestimmung Inklusion Innenstadt Interaktion Jena Kamerabetreiber Kameraüberwachung KLAUSER Kontrollüberwachung Kriminalitätsschwerpunkte Menschen Möglichkeit Nationalstaaten normativ-politischen Regionalisierungen normativen Regionalisierung OCHSENFELD-REPP offenen Videoüberwachung öffentlich zugänglichen Orte öffentlichen Raumes Öffentlichkeit und Privatheit Oltener Bürger Ort von Öffentlichkeit Passanten Plätze Polizei potentielle Präventionsstaat präventive privatem Raum privaten Bereich Raumaneignung Raumausschnitt räumliche Kontexte Recht auf informationelle rückseitigen Regionen Sicherheitsempfinden Sicherheitsgefühls soll somit sowie soziale Akzeptanz Stadtpicknick stellt Straftaten Subjekte Tatsache Territorialisierungen Theaterplatz Thüringer Überwacher und Überwachten überwachte Person überwachten Raum überwachten Territoriums Überwachungskameras Überwachungsstaat unterschieden verdeckte Überwachung verdeckte Videoüberwachung Verdrängungseffekt Verhalten Verhältnis von Öffentlichkeit Videokameras Videotechnik Videoüberwachung im öffentlichen Videoüberwachung öffentlicher visuellen Kontrolle visuellen Überwachung vorder Vorderseite Weimar WERLEN ebd zoomfähige

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