Geographische Repräsentationen der Populärkultur: Tim im Kongo: Wie mit rassistischen Stereotypen wirksam Geographie gemacht werden kann

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GRIN Verlag, 2009 - 76 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Geowiss. / Geographie - Bev lkerungsgeogr., Stadt- u. Raumplanung, einseitig bedruckt, Note: 1,0, Universit t Passau (Lehrstuhl Anthropogeographie), Veranstaltung: Geographische Repr sentationen der Popul rkultur, Sprache: Deutsch, Abstract: Raum kann dem Handeln von Menschen nicht vorausgehen, sondern vielmehr durch menschliches Handeln kreiert werden. So entwirft Tim im Kongo' ein solches Raumbild, das in Folge mit dem Begriff Kongo' assoziiert wird. Es entstehen Assoziationsketten in jeglichen thematischen Zusammenh ngen; der Leser verbindet nun m glicherweise den Begriff Kongo' unverz glich mit jenem, von Herg mit und durch den Comic entworfenem Raumbild. Der Begriff Raum bedeutet in diesem Zusammenhang soziales Konstrukt', und weniger ein durch physische Grenzen definiertes Areal. Im Folgenden soll kritisch betrachtet werden, in welcher Art und Weise der Comic Tim im Kongo' Geographie macht. Im R ckschluss auf seine eigene Aussage kann konstatiert werden, dass Herg beim Zeichnen seines Comics und somit bei der Produktion des von ihm klar definierten Raumbildes ber den Kongo, zun chst seine eigene Wahrnehmung jenes Raumes zugrunde legt: Als ich (...) Tim im Kongo' zeichnete, war ich voll von den bourgeoisen Vorurteilen der Zeit, in der ich lebte... 1930 wusste ich nichts von dem Kongo als das, was sich die Leute damals erz hlten: Die Neger sind wie gro e Kinder... Ein Gl ck f r sie, da es uns gibt', usw. Und nach diesen Kriterien habe ich die Afrikaner gezeichnet, in dem rein paternalistischen Geist, der zu dieser Zeit in Belgien herrschte." (...) Als Forschungsgegenstand dieser Arbeit sollen nun Wirkung und Wirksamkeit des Geographie-Machens Herg?'s - zum Erscheinungszeitpunkt des Comics sowie im heutigen Kontext - ergr ndet werden. Es soll dabei anhand ausgew hlter Beispiele die These der rassistischen Darstellung im Comic begr ndet sowie die Frage nach den Ursachen des Verkaufserfolgs diskutiert werden.
 

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